Missionarische Pfarrstelle

Missionarische Pfarrstelle  – was das ist? Und das soll ich auf einer A5-Seite zusammenfassen? Da beginne ich am besten beim Urschleim.
Erst seit dem 20. Jahrhundert gibt es in unseren Breiten nennenswerte Bevölkerungsanteile, die nicht in der Kirche sind. Weil in den ca. 1.000 Jahren davor faktisch alle in der Kirche waren, mussten wir (die Kirche) uns nie Gedanken um solche Leute machen. Und in den letzten Jahrzehnten zeigt sich: Wir haben im Lauf der Jahrhunderte offenbar ganz gründlich verlernt, wie wir auf Außenstehende zugehen.

Die sächsische Kirche hat seit 2025 für jeden Kirchenbezirk vier halbe Pfarrstellen vorgesehen, die genau damit beauftragt sind: Wege und Formate auszuprobieren, wie wir als Kirche für Menschen relevant werden, die nicht zu uns gehören. Dabei spielt die Absicht, uns selbst über Wasser zu halten, keine Rolle. Sondern es ist von dem reichen Segen Gottes her gedacht, der nicht allein für uns, die wir zur Kirche gehören, da ist; sondern den Gott seiner gesamten Schöpfung schenken will – und wofür Gott uns in Gebrauch nehmen will.

Für unseren Kirchgemeindebund habe ich diese Stelle inne und darf Sachen ausprobieren, die für Kirchgemeinden sonst eher ungewöhnlich sind. Meine Schwerpunkte liegen auf Pilgerveranstaltungen, Motorradfahrer-Arbeit und Theater. Informationen dazu finden Sie künftig in Ihrem Gemeindebrief, im Internet (www.kirchgemeindebund-wilsdruff-freital.de/projekte/) oder bei Instagram (@lebenamstadtrand).

Foto: Rolf Kühn

Spruch des Tages