Kirche in Sachsen

Ev.-Luth. Emmauskirchgemeinde Großhartmannsdorf

Pfarrer Denny Wermann
Hauptstraße 125
09618 Großhartmannsdorf

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Pfarrer Markus Köber
Mittelstraße 1
09619 Mulda/Sachsen

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Bürozeiten

Dienstag und Freitag 9.00–12.00 Uhr
Donnerstag 16.00-18.00 Uhr

Bürozeiten Helbigsdorf

Dienstag, Donnerstag & Freitag 8.00–12.00 Uhr
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Donnerstag 14.00–17.00 Uhr
Zethau 97 | 09619 Mulda OT Zethau
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Kirche ZethauEine Urkunde sowie die Glocken aus den Jahren 1471 und 1485 beweisen, dass 1484 Kirche und Pfarrei bestanden haben. Die älteste Glocke trug die Jahreszahl 1471. Sie stammt aus vorreformaorischer Zeit und trug die Aufschrift „O MARIA REX GLORIAE VENI CUM PACE”. Näheres hierzu ist jedoch nicht bekannt. Die erste Kirche wird nur ein kleineres Gebäude auf dem Berg gewesen sein, wie aus einer Skizze dieser Zeit hervorgeht. Es war wohl die einzige zentrale Stelle, von der aus das Geläut im ganzen Ort hörbar war.

 

 

Nach zwei Blitzeinschlägen 1665 und 1713 war das Kirchlein so baufällig geworden, dass man einen Kirchenneubau in Angriff nahm. Der Grundstein hierfür wurde am 26.4.1728 gelegt und der Turm am 3. 9.1729 fertig gestellt. Um Ostern 1735 wurde die alte Kirche nach ca. 300jährigem Bestehen abgerissen. Ende August 1735 stand dann bereits der Rohbau der neuen Kirche. Am 19.11.1736 wurde die jetzige Kirche geweiht. Sie erhielt den Namen „Elisabethkirche - Kirche zur heiligen Ruhe Gottes“, benannt nach der Patronin Elisabeth von Schönberg, die auch verschiedene Inneneinrichtungen stiftete wie z. B. den kostbaren Taufstein. Jonas Walter, einstiger Lehnsrichter, stiftete den Kanzelaltar.

1828 wurden Blitzableiter angebracht, 1845 verschiedene Erneuerungsarbeiten vorgenommen, neu geweißt, Bänke gestrichen, Rohrdecken eingezogen, die Vergoldungen an Altar, Kanzel und Orgel vorgenommen. Am 2.6.1896 nahm man die alten drei disharmonischen Kirchenglocken ab. Die Firma Bierling aus Dresden nahm sie in Zahlung und goss drei neue, die am 13.8.1896 in den erst am Vortag neu aufgestellten Glockenstuhl eingehängt wurden. 1917 und 1942 mussten Glocken für Kriegszwecke an den Staat geliefert werden. Das Dach der Kirche war bis 1927 mit Schindeln gedeckt. Der Turm ist 37 Meter hoch und 8,5 Meter breit, beinahe quadratisch. Die Kirche misst 27 Meter in der Länge, 17 Meter davon fallen auf das Schiff, 10 Meter auf den Altarraum. Das Schiff ist 12 Meter breit und 9,5 Meter hoch.

Die Kirche ist in reinem barocken Stil erbaut. Aus finanziellen Gründen waren Empore und Gestühl damals nicht gestrichen, heute jedoch in einem Grauton. Der Boden ist aus gebranntem Klinkerstein. Die vielen Fenster lassen die Kirche hell und freundlich erscheinen. Die Emporen sind Hänge-Emporen. Mit ihnen finden ca. 480 Menschen in der Kirche platz.
Orgelbauer Adam Gottfried Oehme wurde 1719 in Grünhainichen geboren. Er erlernte ab 1737 den Beruf des Orgelbauers in der Werkstatt Gottfried Silbermanns und arbeitete bis zu dessen Tod 1753 mit. Danach führte Johann Georg Schön zusammen mit Oehme die Silbermann-Werkstatt weiter. In dieser Zeit entstand z.B. die Orgel in Herzogenwalde bei Dresden. Nach dem Tode Schöns führte Oehme die Freiberger Werkstatt ab 1764 alleine weiter. Es folgten die Orgelbauten in Cämmerswalde, Tuttendorf, Weigmannsdorf, Kleinwaltersdorf und Brand-Erbisdorf, die allesamt erhalten sind. Oehme orientierte sich zeit seines Lebens sehr eng an der Bauweise seines Lehrmeisters.

Bekanntheit erlangte er als unermüdlicher und uneigennütziger Pfleger der Orgeln seines einstigen Meisters. Am 16. Dezember 1783 wandte sich der Zethauer Gemeindevorstand an Oehme um von ihm eine neue Orgel bauen zu lassen. Vordem war nur ein recht kleines Instrument vorhanden, einst gebaut im Jahr 1670 von Gottfried Richter aus Döbeln. Es wurde jedoch als „schlecht und wandelbar“ bezeichnet. Die finanzielle Knappheit hinderte die Zethauer lange Zeit am Bau einer neuen Orgel. Ende Januar 1784 wurde der Bau vom Oberkonsistorium in Dresden genehmigt. Der Fertigstellungstermin 1785 konnte durch Oehme aufgrund der Inflation und des Materialmangels nicht eingehalten werden und verschob sich auf das Jahr 1788. Der vereinbarte Preis von 1200 Talern stand in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Kosten. Oehme bat um die Nachzahlung von 400 Talern. Doch gewährte ihm die Gemeinde nur 160 Taler. Das reichte noch nicht einmal zur Deckung seiner Unkosten. 1789, ein Jahr später, starb Oehme verarmt in Freiberg. So hat die Zethauer Orgel den traurigen Ruf, das Ende der Silbermann-Werkstatt zu besiegeln. Aufgrund der vielen fachmännischen Restaurierungsarbeiten ist die Oehme-Orgel bis heute in einem sehr guten Zustand.

Die letzte Restaurierung erfolgte im August 2001 durch Orgelbaufirma Kristian Wegscheiders, Dresden.

Winddruck: 93mm WS
Stimmton: a` = 464,5 Hz bei 18°C, 462,1 Hz / 15°C
Stimmung: Silbermann-Sorge modifiziert

Disposition

HAUPTWERK (C, D - Ca)

Principal. 8.Fuß
Rohrfloet. 8.Fuß
Quintadena. 8.Fuß.
Prestanda. 4.Fuß.
Spitzfloet. 4.Fuß.
Quinta. 3.Fuß.
Octava. 2.Fuß.
Cornet. 4.fach. (4') ab c'
Mixtur.4.fach. (2')

OBERWERK (C, D - c3)

Gedackt. 8.Fuß.
Rohrfloet. 4.Fuß.
Naßat. 3.Fuß.
Octava. 2.Fuß.
Tertia. 2.Fuß
Ouinta. 11/2.Fuß.
Flaschalet. 1.Fuß.
Mixtur.3.fach. (1')

PEDAL (C, D - c')

Subbaß. 16.Fuß.
Octavenba. 8.Fuß.
Posaunenbaß. 16.Fuß.

NEBENZÜGE

Schiebekoppel II / I
BaßVentil. (Pedalkoppel I.)
Tremulant Hauptwerk Klingel

Kirche LangenauDas genaue Erbauungsjahr der Langenauer Kirche ist nicht mehr feststellbar. Eine Pfarrkirche soll es bereits im Jahr 1162 gegeben haben. Urkundlich erwähnt wurde Langenau erstmalig 1185.
Die heutige Form einer einschiffigen dörflichen Saalkirche stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert.

Die barocke Muldaer Kirche, am Hang errichtet, überragt mit ihrer goldenen Kuppel und dem Kreuz die im Tal angesiedelten Gebäude. Gut erkennbar ist die neue Schindeleindeckung des Turms, das neu gestaltete Zifferblatt der Turmuhr, das hell gestrichene Mauerwerk. Auch das Umfeld wirkt gepflegt.
Nicht erkennbar ist das Alter des Gemäuers, es kann in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert werden. Aufschluss darüber ergibt eine Bistumsmatrikel zu Meißen, die im Jahre 1346 Mulda als Kirchort bezeichnet.

Die Kirche Helbigsdorf gehörte einst als Filialkirche zur Kirche Großhartmannsdorf. Im Jahre 1666 erhob der ehemalige Oberberghauptmann Caspar von Schönberg die Kirche zur selbstständigen Parochie und zahlte 800 Gulden zur „Auspfarrung“. Zu dieser Parochie zählten auch Obermüdisdorf und Randeck. Das Gotteshaus ist eine langgestreckte spätgotische Saalkirche aus dem 14.-15. Jahr- hundert. Am verputzten Bruchsteinbau finden sich eindreiseitiger Chorschluss, ein Rundbogenportal und Korbbogenfenster. Die Kirchenbücher des Ortes sind seit den Jahren 1546 und 1547 vorhanden.

Kirche GrosshartmannsdorfAn der Stelle des jetzigen Gotteshauses stand einst eine kleinere, mittelalterliche Kirche. 1730 kaufte Carl Adolph von Carlowitz das hiesige Rittergut und erwarb gleichzeitig das Patronatsrecht auf Kirche und Orgel. Er war ein aufgeschlossener und vielseitig interessierter Zeitgenosse und hatte auch den Bau einer größeren Kirche sowie einer neuen Orgel angeregt. So wich die kleine Kirche einer neuen, die um die alte herum gebaut wurde, um so die Gottesdienststätte auch während der Bauzeit erhalten zu können. Die Kanzel stand früher frei in der Mitte des Altarraumes, wurde aber 1960 im Rahmen von Umbauten nach rechts verschoben. Der Taufstein, der einst zwischen Kanzel und Altar mittig im Raum stand, wurde im selben Zuge nach links verrückt. Somit wurde der Altarraum frei und größer.

Vor den Altarstufen befindet sich eine Gruft, die für derer von Carlowitz als Begräbnisstätte diente. Es führte auch ein Gang wahrscheinlich von der Gruft der Kirche zum Rittergut. Er ist heute nicht mehr begehbar.

Der Patronatsherr Carl Adolph von Carlowitz hatte eine eigene Loge in der Kirche, eine „herrschaftliche Empore", auf der groß sein Familien-Wappen zu sehen ist. Ein kleines dieser Wappen ist auch auf der Orgel zu finden, da Carl Adolph von Carlowitz den Vertrag über einen Neubau mit Gottfried Silbermann schloss und ihm 100 Taler Vorschuss zahlte. Die Orgel wurde 1741 geweiht und gehört heute zu den Werken Silbermanns, die wirklich noch weitgehend im ursprünglichen Zustand erhalten sind.

Ev.-Luth. Superintendentur Freiberg   |   Untermarkt 1   |   09599 Freiberg

Telefon03731/203920   |   Fax03731/2039212   |   KontaktDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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