Kirche in Sachsen

In diesen Tagen stellen wir uns drängende Fragen. Auch mich beschäftigen sie unablässig. Was hat die Corona-Krise mit unserem Glauben zu tun? Welche Botschaft verbirgt sich darin? Wie können wir als Gesellschaft miteinander verarbeiten, was wir gerade erleben? Wie sollen wir uns als Christen und als Kirche konkret verhalten?

Jetzt feiern wir Weihnachten und ich erinnere mich an eine Schlagzeile besonders: „Ist Weihnachten noch zu retten?“ lautete der Titel. Ich bin mir sicher: Nein! Weihnachten muss nicht „gerettet“ werden, denn es ereignet sich seit Jahrhunderten unter allen denkbaren und unvorstellbaren Umständen. Die Botschaft „Euch ist heute der Heiland geboren!“ hat Menschen zu allen Zeiten berührt und getröstet. Die Weihnachtsgeschichte, die Geschichte von der Geburt Christi, birgt in sich eine so große Kraft, die selbst Kriege für einen Moment zum Stillstand gebracht hat.

So war es in vielen Kirchgemeinden am Heiligen Abend bisher:

Die Christvesper ist zu Ende, die volle Kirche hat sich geleert, die letzten Gottesdienstbesucher haben die Kirche verlassen. Alle Mitwirkenden sind glücklich über die vergangenen Stunden. Die Heizung fährt herunter. Das Licht wird gelöscht. Nur die Weihnachtsbäume und der Adventsstern im Altarraum leuchten weiter. Die Menschen machen sich auf den Heimweg. Die Kirchentür ist zu.

In diesem Jahr wird es auch in den Gemeinden des Kirchenbezirks Freiberg anders sein:

Kurzgottesdienste mit Hygienekonzepten, die Besucherzahlen in den Kirchen sind überschaubar, manche Gemeinde plant eine Christvesper auf dem Kirchhof. Menschen haben aber auch Angst vor der Masse und suchen eine stille Nacht.

offene Kirche„Aber die Kirchen in Sachsen werden offen sein für die Menschen!“ sagt Landesbischof Tobias Bilz. Es sei jedoch notwendig, dass „die Menschen sich vor Ort in ihrer Kirchgemeinde informieren, welche Angebote es dort gibt, weil es in diesem Jahr nicht so sein kann wie in anderen Jahren.  Der Schutz von Menschen erfordert es, dass auch für die Gottesdienste zu Weihnachten strenge Regeln gelten.“ Für die, die in diesem Jahr nicht in die Kirche gehen könnten oder wollten, hat Landesbischof Tobias Bilz Verständnis und macht ihnen Mut: „Weihnachten kann es überall werden!" Um die Weihnachtsbotschaft auch zu den Menschen in die Häuser zu bringen, bereiten viele Kirchgemeinden in diesem Jahr Christvespern und Krippenspiele als Online-Angebot vor oder verweisen auf die Angebote im Radio oder Fernsehen. 

Deshalb:

Informieren Sie sich bitte in Ihrer Kirchgemeinde vor Ort

Logo ZeitlupeEin Geschichtenpodcast zum Sehen und Hören. Geht das? Nora Henker und ihr Team haben den Geschichtenpodcast »Zeitlupe« entwickelt, der für hörende Kinder und Kinder mit Hörbehinderung gleichermaßen zugänglich ist. Auch für blinde und visuell eingeschränkte Kinder ist die »Zeitlupe« geeignet. Seit heute ist die »Zeitlupe« online.

Im Podcast "Zeitlupe" lernen die Kinder Persönlichkeiten aus der Geschichte kennen, die sich gegen Ungerechtigkeit und Ausgrenzung eingesetzt haben und für Menschlichkeit kämpften oder kämpfen. Z.B. Elisabeth von Thüringen, Desmond Tutu und Esther aus der Bibel. Die Geschichten liegen als Hör-Geschichte vor, wie im klassischen Podcast, aber auch als Video mit Gebärdensprache und Illustrationen zusätzlich zur Audio-Spur. Anknüpfend an die Erfahrungswelt der Kinder wird eine Brücke geschlagen zu beeindruckenden Personen der Gegenwart oder Vergangenheit aus verschiedenen Ländern der Welt.

In dem Podcast werden Geschichten erzählt, die dem Ziel der Aufklärung und Sensibilisierung für Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus dienen. In jeder Folge wird eine Person vorgestellt, die entweder selbst Diskriminierung erlebt hat oder gegen Ungerechtigkeit kämpft.

Das traditionelle Weihnachts-Oratorium aus dem Freiberger Dom wird am 5. Dezember um 19:30 Uhr als Live-Stream auf der ganzen Welt zu erleben sein. Gemeinsam mit der sächsischen Imagekampagne So geht sächsisch! macht der Freiberger Dom

so ein Konzert erlebbar, was durch die derzeitige Lage nicht mit Publikum stattfinden kann. Denn mit der neuen Verordnung muss auch der Dom alle Adventskonzerte absagen.

 

„Mit der Übertragung von Bachs bekanntesten Oratorium bringen wir nun hoffentlich vielen Menschen die Weihnachtsbotschaft und Weihnachtsfreude nach Hause“, sagt Koch. „Gleichzeitig wollen wir etwas von unserer besonderen erzgebirgischen Tradition, wie beispielsweise der Mitwirkung von Kurrendekindern, zeigen.“ 

Domchor FreibergUnter der Leitung von Domkantor Albrecht Koch werden nicht nur Mitglieder des Domchores und der Domkurrende musizieren. Es singt ein herausragendes Solistenensemble, begleitet vom Dresdner Barockorchester. Damit ist das Konzert gleichzeitig eine Unterstützung zahlreicher freischaffender Musikerinnen und Musiker. Für alle Mitwirkenden ist die Produktion eine Herausforderung. Die derzeit nötigen Abstände zwischen den Musizierenden sind weiterhin ungewohnt. Dennoch wird das Konzert ein einmaliges Erlebnis werden. Die Atmosphäre des Domes mit seiner einzigartigen Architektur, noch ergänzt durch Kerzen und die großartige Musik, wird dann Bach-Liebhaber in vielen Ländern begeistern.

Der Stream läuft am 5. Dezember ab 19:30 Uhr auf dem Youtube-Kanal des Freiberger Domes. Unterstützt wird das Projekt durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Silberstadt Freiberg.

Poetry SlamAm 20.11.2020 19:30 Uhr können in der Pfarrscheune Possendorf Jugendliche ihre eigenen Texte oder selbst geschriebenen Lieder vorstellen. Die Evangelische Jugend lädt all

e jungen Menschen ein, entweder selber aktiv zu werden oder gerne auch vorbei zu kommen und zuzuhören. Es gibt wieder Preise zu gewinnen und wir freuen uns über unterschiedliche „Innenansichten“.

 

Bereits im Vorfeld waren Jugendliche aktiv, haben Flyer gestaltet, Fördermittel beantragt und Ideen gesammelt.

Anmeldungen bis zum 19.11.2020 über Anja Philipp (sozialdiakonische Jugendmitarbeiterin)

Fon +49 (0)151 218 490 85

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„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Tim 1, 7)

Mit dem „Tag der deutschen Einheit“ am 3. Oktober 2020 begehen wir den dreißigsten Jahrestag der Vollendung der deutschen Einheit. Ebenso erinnern wir uns daran, dass im gleichen Zuge der Freistaat Sachsen neu gegründet werden konnte.

Als Kirchen begehen wir diesen Tag mit großer Dankbarkeit. Wir sind uns dessen bleibend bewusst, dass die Ereignisse der „Friedlichen Revolution“ im Herbst 1989 und die Entwicklungen der darauf folgenden Monate ohne das gnädige Lenken Gottes und die Präsenz seines Geistes nicht denkbar sind. Es wurden gewiss nicht alle Chancen genutzt. Dennoch erfüllt uns tiefes Staunen darüber, dass uns und den Menschen in unserem Land diese

r Neubeginn geschenkt wurde. 

 

Zugleich verneigen wir uns vor denen, die sich mutig und besonnen für eine andere Gesellschaft eingesetzt haben. Mitunter haben sie sich selbst in große Gefahr gebracht. Sie haben für Ideale gestanden, die größer waren als ihr persönliches Schicksal: Freiheit und Demokratie, Menschenwürde und Gerechtigkeit. Viele von ihnen haben das politische und gesellschaftliche Leben der folgenden Jahrzehnte mitgestaltet. Andere sind in den Hintergrund getreten. Zusammen aber leben wir mit den Vorzügen einer freiheitlichen Gesellschaft mitten im Herzen Europas. Wir spüren am „Tag der deutschen Einheit“ besonders dankbar, welche Möglichkeiten sich damit verbinden. Auch wenn sich daraus eine große Verantwortung für die Zukunft ergibt, machen wir uns für einen Moment klar, wie privilegiert wir sind.

Ev.-Luth. Superintendentur Freiberg   |   Untermarkt 1   |   09599 Freiberg

Telefon03731/203920   |   Fax03731/2039212   |   KontaktDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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