Kirche in Sachsen

Am vergangenen Freitag hat der Landesbischof seinen Rücktritt zum nächstmöglichen Zeitpunkt erklärt. In den Medien wird heftig diskutiert. Die Erklärung der Landeskirche vom 13.10.2019 hat zum Sachverhalt in guter Form Stellung bezogen.

Mein Anliegen: Auch unter uns wird der Vorgang sicher unterschiedlich bewertet werden. Der Rücktritt ist eine Tatsache. Ihn gilt es zu respektieren. Die Ursachen werden geprüft. Kirchenleitung und Landessynode werden die nächsten Schritte beraten. Dies gilt es, sachlich nach innen und außen zu vertreten.

Die Diskussionen unserer Gesellschaft führen wir genauso in unserer Kirche. In ihr darf es unterschiedliche Meinungen geben. Es darf auch unterschiedliche Formen des Glaubens und Theologien geben. In Gruppen von Menschen ist dies immer der Fall. Es kommt darauf an, wie wir darüber diskutieren. Die Mitte, so beteuern alle, soll Jesus Christus sein. Liberale und konservative Positionen haben in der Kirche ihren Platz. Extremistische Positionen sind zu hinterfragen. Beten wir für unsere Kirche, unsere Gemeinden, die Kirchenleitenden. Auch Carsten Rentzing sollten wir in unsere Gebete einschließen.

Hiltrud Anacker
Superintendentin

Die Landeskirche, die Kirchgemeinden, die Gemeindeglieder und die haupt- und ehrenamtlich in unserer Landeskirche Engagierten haben mit Betroffenheit die Erklärung von Landesbischof Dr. Rentzing zur Kenntnis genommen, sein Amt zum nächstmöglichen Termin zur Verfügung zu stellen. 

Die Kirchenleitung wird in ihrer Sitzung am 21. Oktober 2019 entscheiden, wie sie hiermit umgeht. Ein Landesbischof kann nach § 2 Absatz 6 des Kirchengesetzes über die dienst- und versorgungsrechtlichen Verhältnisse des Landesbischof und des Präsidenten des Landeskirchenamtes im Einvernehmen mit der Kirchenleitung aus dem Amt des Landesbischofs ausscheiden und ein anderes Amt übernehmen. Steht ein solches nicht zur Verfügung, kann die Versetzung in den Wartestand erfolgen.

Aktuell ist Landesbischof Dr. Rentzing im lang geplanten Urlaub und also weiterhin formal im Amt. Eine Entscheidung über den Zeitpunkt und die Bedingungen des Ausscheidens aus dem Amt muss die Kirchenleitung fällen. Die Aufgaben und Termine des Landesbischofs werden in der Zeit des Urlaubs und gegebenenfalls darüber hinaus vom Stellvertreter des Landesbischofs Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel, den Gebietsdezernenten und weiteren Mitgliedern des Kollegiums übernommen.

Liebe Schwestern und Brüder,

die letzten 24 Stunden waren für unsere Landeskirche aufwühlend.

Die Entscheidung unseres Landesbischofs und die darauf folgende Erklärung, welche auf der Internetseite unserer Landeskirche nachzulesen ist, veranlasst uns zu dieser Abkündigung.

Alle in der Leitung der Kirche stehenden Schwestern und Brüder sind zur Stunde mit der Klärung und der Festlegung der weiteren Schritte befasst.

Dazu bitten wir Sie heute um Ihre Fürbitte für unsere Landeskirche und ihre Leitung, verbunden mit all den weiteren Anliegen, die uns zur Stunde in den Gemeinden beschäftigen.

Wir wissen uns verbunden im Christusbekenntnis des Wochenliedes an diesem Sonntag

Ach sucht doch den, lasst alles stehn,
die ihr das Heil begehret;
er ist der Herr, und keiner mehr,
der euch das Heil gewähret.
Sucht ihn all Stund von Herzensgrund,
sucht ihn allein; denn wohl wird sein
dem, der ihn herzlich ehret.

Das Kollegium des Landeskirchenamtes

www.evlks.de

Ich bin angetreten mit dem Wunsch, die verschiedenen Positionen innerhalb der Landeskirche wieder einander näher zu bringen. Mein oberstes Ziel war und ist die Einheit der Kirche. Ich muss mit großem Bedauern feststellen, dass die aktuelle Diskussion um meine Person diesem Ziel schadet. Sie ist nicht nur für mich persönlich, sondern auch für die gesamte Kirche derzeit eine Belastung. Um Schaden von meiner Kirche abzuwenden, habe ich mich entschieden, mein Amt zum nächstmöglichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen.

Ich stehe für konservative Positionen und Werte, die ich in einem langen Entwicklungsprozess für mich als richtig erkannt habe. Dabei war die Begegnung mit Jesus Christus und mein Glaube für mich prägend. Der Weg in die Kirche hat mich verändert. Positionen, die ich vor 30 Jahren vertreten habe, teile ich heute nicht mehr.

Meine Landeskirche, alle die in ihr Dienst tun und alle Gemeindeglieder bitte ich aufeinander zu zugehen. Unsere Kirche steht gegenwärtig vor großen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Ich danke allen für die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen. Lassen Sie sich an die Worte Jesu erinnern: „Ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die Du mir gegeben hast, damit sie eins seien wie wir eins sind.“ (Johannes 17, 22).

Dr. Carsten Rentzing
Landesbischof

www.evlks.de

 

 Am 24.09.2019, 19 Uhr zeigt die Diakonie Sachsen, in einer gemeinsamen Veranstaltung mit KINOPOLIS Freiberg den Film „Die Mission der Lifeline“. Anschließend wird es eine Diskussionsrunde mit dem Regisseur Markus Weinberg, dem Gründer von „Mission Lifeline“, Axel Steier und dem Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Sachsen, OKR Dietrich Bauer geben.

Sie wurden verklagt, beschossen und blockiert!

Wie eine Gruppe Dresdner, gegen viele Widerstände, ein Schiff ins Mittelmeer brachte, um Menschen vor dem Ertrinken zu retten.

„Sie ist das neueste Symbol dafür, dass in Europas Flüchtlingspolitik nichts mehr so ist, wie es mal war.“ (Tagesschau)

„Der Film ist ein zeitgeschichtliches Dokument, der zeigt wie Europa seine Menschlichkeit aufs Spiel setzt.“ (DOK.fest München)

Zwei Jahre hat Markus Weinberg den Dresdner Seenotrettungsverein mit der Kamera bekleidet. Von den Gründungstagen, der Suche nach einem Schiff, bis auf See vor die libysche Küste, mit dem Ziel Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten.

In ihrer Heimatstadt Dresden musste die Crew der MISSION LIFELINE für diese Idee nicht nur Ermittlungen und Prozesse aushalten. Auch auf See, bei dem Versuch Leben zu retten, entwickelte sich ihr Vorhaben zunehmend zu einem Kampf um die europäische Idee.

Den Trailer zum Film finden Sie: hier 

Ticketpreis: 6,30/erm.5,30 (Schüler/Kinder/Schwerbeschädigte)

 

Superintendentin Hiltrud Anacker Am 1. Juni 2019 begann für Hiltrud Anacker der Dienst als Superintendentin des Kirchenbezirkes Freiberg. Am Sonntag, dem 23. Juni wurde sie nun in einem feierlichen Gottesdienst von Landesbischof Carsten Rentzing im Dom St. Marien in Freiberg in dieses Amt eingeführt. Als Assistenten wirkten Herr Bernd Walter vom Kirchenbezirksvorstand und Pfarrerin Maria-Theresia Kaiser mit.

Die Superintendentin ist die leitende Geistliche des Kirchenbezirkes. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem Besuche in den Kirchgemeinden gemeinsam mit den Fachberatern für Kinder- und Jugendarbeit und Kirchenmusik und die Ordination, Amtseinführung und Verabschiedung von Pfarrerinnen und Pfarrern im Kirchenbezirk. Außerdem vertritt Sie den Kirchenbezirk gegenüber den Landkreisen Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

 

Ev.-Luth. Superintendentur Freiberg   |   Untermarkt 1   |   09599 Freiberg

Telefon03731/203920   |   Fax03731/2039212   |   KontaktDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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