Kirche in Sachsen

Die Auswirkungen des Corona-Virus lässt das Ev.-Luth. Landeskirchenamt folgende Empfehlungen aussprechen, die sich auf die Gottesdienste am kommenden (Okuli) und am übernächsten Sonntag (Laetare) beziehen.

Im Folgenden die Hinweise zu den Gottesdiensten:

  1. Das LKA empfiehlt den Kirchgemeinden, zunächst an den Sonntagen Okuli und Laetare auf das Heilige Abendmahl zu verzichten, unter Beachtung der Hygienevorschriften besteht die Möglichkeit sub una (Die Einsetzungsworte werden wie gewohnt gesprochen. Nach dem Ausspenden der Hostien wird der Kelch unter den Worten „Christi Blut für Dich vergossen.“ den Kommunikantinnen und Kommunikanten gezeigt. Diese antworten mit „Amen“. Anschließend wird der Kelch wieder auf den Altar gestellt.)
  2. Die Ordinierten werden darauf hingewiesen, dass bei Bedarf das Heilige Abendmahl in den Wohnungen der Kirchgemeindeglieder in überschaubarem Kreis gefeiert und unter Beachtung der Hygienehinweise gespendet werden kann. Dies gilt auch für Gemeindekreise, die eine überschaubare Teilnehmerzahl haben.
  3. Das LKA weist darauf hin, Gottesdienste, deren Teilnehmerzahl Erfahrungen der letzten Jahre entsprechend über 100 (ggf. bereits um die 80) Personen liegen wird, entsprechend den Vorschriften der Kommunen bzw. Landkreise dem Gesundheitsamt mitzuteilen. Die Mitteilung der Gottesdienste bei den zuständigen Ämtern/Behörden geschieht zentral über die Superintendenturen nach Rückfrage bei den Kirchgemeinden. Dieses Vorgehen gilt bis auf Weiteres.
  4. Empfohlen wird dennoch, auf die Feier von Gottesdiensten zu verzichten, die eine nicht überschaubare Teilnehmerzahl erwarten lässt. Falls bereits angezeigte Gottesdienste ausfallen, sollte das Glockengeläut hörbar werden und vor Ort ein Gebet aus gegebenen Anlass gesprochen werden. Die Kirchgemeindeglieder und ihre Gäste können am Sonntag, dem 15. März 2020, 11 bis 12 Uhr im Internet den Livestream eines Gottesdienstes mit Landesbischof Tobias Bilz anschauen und diesen Gottesdienst zuhause mitfeiern. Darüber hinaus können auch die Rundfunk- und Fernsehübertragungen von Gottesdiensten genutzt werden.
  5. Kasualien wie Trauerfeiern oder Beisetzungen von Urnen oder Taufen oder Trauungen oder Jubiläen sind Gottesdienste. Diesbezüglich gilt das dazu Geschriebene.
  6. Zu den Konfirmationen informieren wir Sie in der neuen Woche zeitnah.

Wir bitten Sie und alle Gottesdienstverantwortlichen, diese Empfehlungen unter den Gesichtspunkten einer außergewöhnlichen Situation zu betrachten.

Das Landeskirchenamt hat am heutigen Tag aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus Festlegungen getroffen und bittet darum, dass diese in den Kirchgemeinden und kirchlichen Einrichtungen der Landeskirche umgesetzt werden. Aktuelle Informationen finden Sie hier.

Erklärung des Landesbischofs:

In diesen Tagen verbreitet das Coronavirus weltweit Angst und Schrecken. Viele Menschen sind vor allem deshalb verunsichert, weil seine tatsächliche Gefährlichkeit nur schwer einzuschätzen ist und es im Moment weder eine Therapie noch einen Impfstoff gibt. Neben der praktischen Frage, wie man sich angemessen verhält, beschäftigen uns auch tieferliegende Sorgen: Was trägt in einer schweren Krise wirklich? Worauf können wir uns verlassen, wenn es darauf ankommt? In wessen Hand ist unser Leben? 

Für uns Christen gilt: gute und schlimme Tage, Hoffnungen und Sorgen, unverhofftes Glück und plötzliche Not gehören in unsere Beziehung zu Gott. Wir wenden uns besonders dann an ihn, wenn wir nicht mehr weiter wissen. Jetzt erleben wir einen solchen Moment. Deshalb klagen wir Gott unsere Not und erbitten wir von ihm Zuversicht und Stärke!

Zugleich sind wir herausgefordert, manche unserer Haltungen zu überdenken. Wie passt unsere Ängstlichkeit im Blick auf uns selbst zusammen mit der Gleichgültigkeit gegenüber der Not anderer? Was lehrt uns das Coronavirus über unseren Umgang mit Alten und Kranken, Kriegsopfern und Menschen auf der Flucht? Sind wir gleichgültig gegenüber Menschen, denen es schlechter geht als uns? Das beschämt uns!

Darüber hinaus wird uns konkret vor Augen geführt, dass wir unser Leben nicht bewahren können. Diese Pandemie kann alle Menschen treffen. Sie macht uns gleich und damit demütig!

Wir können solche und ähnliche Gedanken nur dann zulassen, wenn wir etwas haben, das uns Hoffnung gibt. Zuversicht und Stärke sollen unter uns entstehen. Gottvertrauen baut sich auf, wenn wir unser Leben Gott anvertrauen. Daraus wächst Handlungsstärke im Blick auf das, was jetzt zu tun ist sowie Gelassenheit gegenüber dem, was wir nicht in der Hand haben. 

Dazu kann uns dieses Gebet (Nr. 930, Evangelisches Gesangbuch) helfen:

Vater im Himmel, ich bitte weder um Gesundheit noch Krankheit, weder um Leben noch um Tod, sondern darum, dass Du über meine Gesundheit und meine Krankheit, über mein Leben und meinen Tod verfügst zu deiner Ehre und zu meinem Heil. Du allein weißt, was gut für mich ist. Du allein bist der Herr, tue, was du willst. Gib mir, nimm mir, aber mache meinen Willen dem deinen gleich. Amen.

Tobias Bilz, Landesbischof

 

Im dritten Tobias Bilz nach der WahlWahlgang wählte die 27. Landessynode auf ihrer Sondertagung in Dresden am Nachmittag des 29. Februar Oberlandeskirchenrat Tobias Bilz (55) aus Dresden mit 48 von 79 gültigen Stimmen zum neuen Landesbischof der sächsischen Landeskirche.

(Bericht zur Wahl)

Seine Einführung erfolgt am Sonnabend, 25. April 2020, um 12:00 Uhr in der Kreuzkirche in Dresden. durch den Leitenden Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Ralf Meister (Hannover). Neben den Pfarrerinnen und Pfarrern der sächsischen Landeskirche werden haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende sowie Gäste aus Ökumene, der Partnerkirchen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft erwartet. Die freie Gastteilnahme erfolgt über ein Ticketsystem.

Tobias Bilz leitet seit Jahresbeginn 2019 als Oberlandeskirchenrat im Landeskirchenamt das Dezernat IV.  Es umfasst u.a. den Bereich der Kirchlichen Werke und Einrichtungen, die Seelsorge, den Gemeindeaufbau und die Medien. Zuvor war er elf Jahre als sächsischer Landesjugendpfarrer im Landesjugendpfarramt tätig. 1991 wurde Herr Bilz Pfarrer im erzgebirgischen Erlbach-Kirchberg, ab 2001 zusätzlich mit dem Dienst als Jugendpfarrer im damaligen Kirchenbezirk Stollberg beauftragt.


 

 

Am 8. März finden in den Kirchgemeinden im Anschluss an den Gottesdienst die Wahlen zur Landessynode statt. Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Kirchenvorstände sowie Pfarrerinnen und Pfarrer unseres Kirchenbezirkes. Zwei Kirchgemeindemitglieder sowie ein Pfarrer werden aus unserem Kirchenbezirk in das Kirchenparlament der Landeskirche gewählt. 

Am Donnerstag, dem 27.02.2020 stellen sich um 19 Uhr die Kandidatinnen und Kandidaten in der Annenkapelle in Freiberg den Wahlberechtigten vor. 

Zur Wahl wurden vorgeschlagen:

  • Frau Däßler Katrin, Wilsdruff
  • Herr Grundmann Michael, Dippoldiswalde
  • Frau Hutzschenreuter Katrin, Freiberg
  • Herr Ihbe Jörg, Rabenau
  • Herr Schönlebe Jonas, Bobritzsch-Hilbersdorf
  • Herr Uhlig Martin, Lichtenberg 
  • Herr Schurig Sebastian, Dippoldiswalde (Pfarrer)
  • Herr Stahl Michael, Freiberg (Pfarrer)

 

Am Sonntag, dem 26.01.2020 wird um 14:00 Uhr Pfarrer Lüder Laskowski in einem Gottesdienst durch Superintendentin Hiltrud Anacker aus seinem Dienst im Kirchenbezirk und der Kirchgemeinde am Dom Freiberg verabschiedet.

Lüder 2015 Laskowski Lüder BezirkssynodeLaskowski begann seinen Dienst als Pfarrer des Kirchenbezirkes 2009 in der damals selbständigen Kirchgemeinde Großschirma. Gleichzeitig war er Studierenden- und Hochschulpfarrer an der TU Bergakademie Freiberg. In der aktuellen Wahlperiode wurde er zum Vorsitzenden der Kirchenbezirkssynode Freiberg gewählt.

Ab 1. März wird Herr Laskowski in eine Projektpfarrstelle nach Leipzig wechseln und dort für die Entwicklung kirchlicher Arbeit in neuen Stadtquartieren verantwortlich sein.

 

 

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing (52) wird in einem Gottesdienst zu Beginn der Herbsttagung der 27. Landessynode am 15. November 2019 in der Dresdner Dreikönigskirche (Hauptstraße 23) aus dem Amt verabschiedet. Der Gottesdienst beginnt um 9:30 Uhr. Die Verabschiedung und die Predigt wird Landesbischof Ralf Meister (Hannover) als Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands übernehmen. Es war der Wunsch von Dr. Carsten Rentzing, im Rahmen der Synodaltagung an deren Tagungsort verabschiedet zu werden. Im Anschluss an den Gottesdienst beabsichtigt Dr. Rentzing ein Wort an die Mitglieder der Landessynode zu richten, aus deren Mitte er am 31. Mai 2015 gewählt wurde. Die Einführung des damals 47-jährigen erfolgte am 29. August 2015 in der Dresdner Kreuzkirche.

Die Kirchenleitung dankt Dr. Rentzing für seinen Dienst in der Leitung der Landeskirche: „Er hat sich in schwieriger Zeit für die Einheit der Landeskirche verdient gemacht und das Amt des Landesbischofs auf geistliche und seelsorgerliche Weise ausgefüllt. Damit hat er viele Menschen in der Landeskirche erreicht und angesprochen."

 

Nach langer und intensiver Beratung hat die Kirchenleitung heute das Einvernehmen mit dem von Landesbischof Dr. Carsten Rentzing am 11. Oktober 2019 erklärten Verzicht auf sein Amt hergestellt. Damit entspricht sie dem Wunsch des Landesbischofs.

Mit Respekt nimmt die Kirchenleitung die Erklärung von Landesbischof Dr. Carsten Rentzing vom 11. Oktober 2019 zur Kenntnis, in welcher er formuliert: „Mein oberstes Ziel war und ist die Einheit der Kirche. Ich muss mit großem Bedauern feststellen, dass die aktuelle Diskussion um meine Person diesem Ziel schadet. Sie ist nicht nur für mich persönlich, sondern auch für die gesamte Kirche derzeit eine Belastung. Um Schaden von meiner Kirche abzuwenden, habe ich mich entschieden, mein Amt zum nächstmöglichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen.“

Die Ereignisse in der Landeskirche haben in den letzten Tagen viele Menschen erschreckt, gar verstört. Dem angekündigten Rücktritt des Landesbischofs ist Verwirrung gefolgt, unterschiedliche Sichtweisen prallen aufeinander und darüber ist es so weit gekommen, dass die einen sich gegen die anderen stellen. In tiefer Sorge wenden wir uns aus dem Ruhestand heraus in gebliebener Mitverantwortung für das Wohl unserer Kirche zu Wort. Es schmerzt uns, dass die Polarisierung der Gesellschaft auch in der Kirche angekommen ist.

Die Auseinandersetzungen gehen an niemandem spurlos vorüber. Als Christenmenschen sind wir in einer solchen Situation gefordert, besonnen zu bleiben, trotz unterschiedlicher Erfahrungen und Überzeugungen einander zuzuhören und uns um Verständnis zu bemühen. Und selbstverständlich bewährt sich das Christ-sein darin, gerade im Streit um den richtigen Weg Nächstenliebe zu praktizieren.

Wir rufen alle Mitglieder der Landeskirche auf, an der Einheit unserer Kirche festzuhalten, ohne den nötigen inhaltlichen Auseinandersetzungen auszuweichen. Dabei muss das Bemühen um Frieden und Versöhnung leitend sein.

Zur Richtschnur für den Umgang miteinander kann das biblische Wort für die am 20. Oktober begonnene Woche werden: Dies Gebot haben wir von Christus, dass wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder und Schwester liebe. (1.Johannes 4, 21)

Helfen Sie mit, entsprechend dem biblischen Zeugnis in Wahrhaftigkeit und gegenseitiger Achtung beieinander zu bleiben.
Und: Beten Sie für die Kirchenleitung und Landesbischof Dr. Rentzing, Gott schenke unserer  Kirche und dem Land seinen Frieden!

Landesbischof i.R. Volker Kress und Landesbischof i.R. Jochen Bohl

Am vergangenen Freitag hat der Landesbischof seinen Rücktritt zum nächstmöglichen Zeitpunkt erklärt. In den Medien wird heftig diskutiert. Die Erklärung der Landeskirche vom 13.10.2019 hat zum Sachverhalt in guter Form Stellung bezogen.

Mein Anliegen: Auch unter uns wird der Vorgang sicher unterschiedlich bewertet werden. Der Rücktritt ist eine Tatsache. Ihn gilt es zu respektieren. Die Ursachen werden geprüft. Kirchenleitung und Landessynode werden die nächsten Schritte beraten. Dies gilt es, sachlich nach innen und außen zu vertreten.

Die Diskussionen unserer Gesellschaft führen wir genauso in unserer Kirche. In ihr darf es unterschiedliche Meinungen geben. Es darf auch unterschiedliche Formen des Glaubens und Theologien geben. In Gruppen von Menschen ist dies immer der Fall. Es kommt darauf an, wie wir darüber diskutieren. Die Mitte, so beteuern alle, soll Jesus Christus sein. Liberale und konservative Positionen haben in der Kirche ihren Platz. Extremistische Positionen sind zu hinterfragen. Beten wir für unsere Kirche, unsere Gemeinden, die Kirchenleitenden. Auch Carsten Rentzing sollten wir in unsere Gebete einschließen.

Hiltrud Anacker
Superintendentin

Die Landeskirche, die Kirchgemeinden, die Gemeindeglieder und die haupt- und ehrenamtlich in unserer Landeskirche Engagierten haben mit Betroffenheit die Erklärung von Landesbischof Dr. Rentzing zur Kenntnis genommen, sein Amt zum nächstmöglichen Termin zur Verfügung zu stellen. 

Die Kirchenleitung wird in ihrer Sitzung am 21. Oktober 2019 entscheiden, wie sie hiermit umgeht. Ein Landesbischof kann nach § 2 Absatz 6 des Kirchengesetzes über die dienst- und versorgungsrechtlichen Verhältnisse des Landesbischof und des Präsidenten des Landeskirchenamtes im Einvernehmen mit der Kirchenleitung aus dem Amt des Landesbischofs ausscheiden und ein anderes Amt übernehmen. Steht ein solches nicht zur Verfügung, kann die Versetzung in den Wartestand erfolgen.

Aktuell ist Landesbischof Dr. Rentzing im lang geplanten Urlaub und also weiterhin formal im Amt. Eine Entscheidung über den Zeitpunkt und die Bedingungen des Ausscheidens aus dem Amt muss die Kirchenleitung fällen. Die Aufgaben und Termine des Landesbischofs werden in der Zeit des Urlaubs und gegebenenfalls darüber hinaus vom Stellvertreter des Landesbischofs Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel, den Gebietsdezernenten und weiteren Mitgliedern des Kollegiums übernommen.

Ev.-Luth. Superintendentur Freiberg   |   Untermarkt 1   |   09599 Freiberg

Telefon03731/203920   |   Fax03731/2039212   |   KontaktDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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