Kirche in Sachsen

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing (52) wird in einem Gottesdienst zu Beginn der Herbsttagung der 27. Landessynode am 15. November 2019 in der Dresdner Dreikönigskirche (Hauptstraße 23) aus dem Amt verabschiedet. Der Gottesdienst beginnt um 9:30 Uhr. Die Verabschiedung und die Predigt wird Landesbischof Ralf Meister (Hannover) als Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands übernehmen. Es war der Wunsch von Dr. Carsten Rentzing, im Rahmen der Synodaltagung an deren Tagungsort verabschiedet zu werden. Im Anschluss an den Gottesdienst beabsichtigt Dr. Rentzing ein Wort an die Mitglieder der Landessynode zu richten, aus deren Mitte er am 31. Mai 2015 gewählt wurde. Die Einführung des damals 47-jährigen erfolgte am 29. August 2015 in der Dresdner Kreuzkirche.

Die Kirchenleitung dankt Dr. Rentzing für seinen Dienst in der Leitung der Landeskirche: „Er hat sich in schwieriger Zeit für die Einheit der Landeskirche verdient gemacht und das Amt des Landesbischofs auf geistliche und seelsorgerliche Weise ausgefüllt. Damit hat er viele Menschen in der Landeskirche erreicht und angesprochen."

 

Nach langer und intensiver Beratung hat die Kirchenleitung heute das Einvernehmen mit dem von Landesbischof Dr. Carsten Rentzing am 11. Oktober 2019 erklärten Verzicht auf sein Amt hergestellt. Damit entspricht sie dem Wunsch des Landesbischofs.

Mit Respekt nimmt die Kirchenleitung die Erklärung von Landesbischof Dr. Carsten Rentzing vom 11. Oktober 2019 zur Kenntnis, in welcher er formuliert: „Mein oberstes Ziel war und ist die Einheit der Kirche. Ich muss mit großem Bedauern feststellen, dass die aktuelle Diskussion um meine Person diesem Ziel schadet. Sie ist nicht nur für mich persönlich, sondern auch für die gesamte Kirche derzeit eine Belastung. Um Schaden von meiner Kirche abzuwenden, habe ich mich entschieden, mein Amt zum nächstmöglichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen.“

Die Ereignisse in der Landeskirche haben in den letzten Tagen viele Menschen erschreckt, gar verstört. Dem angekündigten Rücktritt des Landesbischofs ist Verwirrung gefolgt, unterschiedliche Sichtweisen prallen aufeinander und darüber ist es so weit gekommen, dass die einen sich gegen die anderen stellen. In tiefer Sorge wenden wir uns aus dem Ruhestand heraus in gebliebener Mitverantwortung für das Wohl unserer Kirche zu Wort. Es schmerzt uns, dass die Polarisierung der Gesellschaft auch in der Kirche angekommen ist.

Die Auseinandersetzungen gehen an niemandem spurlos vorüber. Als Christenmenschen sind wir in einer solchen Situation gefordert, besonnen zu bleiben, trotz unterschiedlicher Erfahrungen und Überzeugungen einander zuzuhören und uns um Verständnis zu bemühen. Und selbstverständlich bewährt sich das Christ-sein darin, gerade im Streit um den richtigen Weg Nächstenliebe zu praktizieren.

Wir rufen alle Mitglieder der Landeskirche auf, an der Einheit unserer Kirche festzuhalten, ohne den nötigen inhaltlichen Auseinandersetzungen auszuweichen. Dabei muss das Bemühen um Frieden und Versöhnung leitend sein.

Zur Richtschnur für den Umgang miteinander kann das biblische Wort für die am 20. Oktober begonnene Woche werden: Dies Gebot haben wir von Christus, dass wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder und Schwester liebe. (1.Johannes 4, 21)

Helfen Sie mit, entsprechend dem biblischen Zeugnis in Wahrhaftigkeit und gegenseitiger Achtung beieinander zu bleiben.
Und: Beten Sie für die Kirchenleitung und Landesbischof Dr. Rentzing, Gott schenke unserer  Kirche und dem Land seinen Frieden!

Landesbischof i.R. Volker Kress und Landesbischof i.R. Jochen Bohl

Am vergangenen Freitag hat der Landesbischof seinen Rücktritt zum nächstmöglichen Zeitpunkt erklärt. In den Medien wird heftig diskutiert. Die Erklärung der Landeskirche vom 13.10.2019 hat zum Sachverhalt in guter Form Stellung bezogen.

Mein Anliegen: Auch unter uns wird der Vorgang sicher unterschiedlich bewertet werden. Der Rücktritt ist eine Tatsache. Ihn gilt es zu respektieren. Die Ursachen werden geprüft. Kirchenleitung und Landessynode werden die nächsten Schritte beraten. Dies gilt es, sachlich nach innen und außen zu vertreten.

Die Diskussionen unserer Gesellschaft führen wir genauso in unserer Kirche. In ihr darf es unterschiedliche Meinungen geben. Es darf auch unterschiedliche Formen des Glaubens und Theologien geben. In Gruppen von Menschen ist dies immer der Fall. Es kommt darauf an, wie wir darüber diskutieren. Die Mitte, so beteuern alle, soll Jesus Christus sein. Liberale und konservative Positionen haben in der Kirche ihren Platz. Extremistische Positionen sind zu hinterfragen. Beten wir für unsere Kirche, unsere Gemeinden, die Kirchenleitenden. Auch Carsten Rentzing sollten wir in unsere Gebete einschließen.

Hiltrud Anacker
Superintendentin

Die Landeskirche, die Kirchgemeinden, die Gemeindeglieder und die haupt- und ehrenamtlich in unserer Landeskirche Engagierten haben mit Betroffenheit die Erklärung von Landesbischof Dr. Rentzing zur Kenntnis genommen, sein Amt zum nächstmöglichen Termin zur Verfügung zu stellen. 

Die Kirchenleitung wird in ihrer Sitzung am 21. Oktober 2019 entscheiden, wie sie hiermit umgeht. Ein Landesbischof kann nach § 2 Absatz 6 des Kirchengesetzes über die dienst- und versorgungsrechtlichen Verhältnisse des Landesbischof und des Präsidenten des Landeskirchenamtes im Einvernehmen mit der Kirchenleitung aus dem Amt des Landesbischofs ausscheiden und ein anderes Amt übernehmen. Steht ein solches nicht zur Verfügung, kann die Versetzung in den Wartestand erfolgen.

Aktuell ist Landesbischof Dr. Rentzing im lang geplanten Urlaub und also weiterhin formal im Amt. Eine Entscheidung über den Zeitpunkt und die Bedingungen des Ausscheidens aus dem Amt muss die Kirchenleitung fällen. Die Aufgaben und Termine des Landesbischofs werden in der Zeit des Urlaubs und gegebenenfalls darüber hinaus vom Stellvertreter des Landesbischofs Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel, den Gebietsdezernenten und weiteren Mitgliedern des Kollegiums übernommen.

Liebe Schwestern und Brüder,

die letzten 24 Stunden waren für unsere Landeskirche aufwühlend.

Die Entscheidung unseres Landesbischofs und die darauf folgende Erklärung, welche auf der Internetseite unserer Landeskirche nachzulesen ist, veranlasst uns zu dieser Abkündigung.

Alle in der Leitung der Kirche stehenden Schwestern und Brüder sind zur Stunde mit der Klärung und der Festlegung der weiteren Schritte befasst.

Dazu bitten wir Sie heute um Ihre Fürbitte für unsere Landeskirche und ihre Leitung, verbunden mit all den weiteren Anliegen, die uns zur Stunde in den Gemeinden beschäftigen.

Wir wissen uns verbunden im Christusbekenntnis des Wochenliedes an diesem Sonntag

Ach sucht doch den, lasst alles stehn,
die ihr das Heil begehret;
er ist der Herr, und keiner mehr,
der euch das Heil gewähret.
Sucht ihn all Stund von Herzensgrund,
sucht ihn allein; denn wohl wird sein
dem, der ihn herzlich ehret.

Das Kollegium des Landeskirchenamtes

www.evlks.de

Ich bin angetreten mit dem Wunsch, die verschiedenen Positionen innerhalb der Landeskirche wieder einander näher zu bringen. Mein oberstes Ziel war und ist die Einheit der Kirche. Ich muss mit großem Bedauern feststellen, dass die aktuelle Diskussion um meine Person diesem Ziel schadet. Sie ist nicht nur für mich persönlich, sondern auch für die gesamte Kirche derzeit eine Belastung. Um Schaden von meiner Kirche abzuwenden, habe ich mich entschieden, mein Amt zum nächstmöglichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen.

Ich stehe für konservative Positionen und Werte, die ich in einem langen Entwicklungsprozess für mich als richtig erkannt habe. Dabei war die Begegnung mit Jesus Christus und mein Glaube für mich prägend. Der Weg in die Kirche hat mich verändert. Positionen, die ich vor 30 Jahren vertreten habe, teile ich heute nicht mehr.

Meine Landeskirche, alle die in ihr Dienst tun und alle Gemeindeglieder bitte ich aufeinander zu zugehen. Unsere Kirche steht gegenwärtig vor großen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Ich danke allen für die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen. Lassen Sie sich an die Worte Jesu erinnern: „Ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die Du mir gegeben hast, damit sie eins seien wie wir eins sind.“ (Johannes 17, 22).

Dr. Carsten Rentzing
Landesbischof

www.evlks.de

 

 Am 24.09.2019, 19 Uhr zeigt die Diakonie Sachsen, in einer gemeinsamen Veranstaltung mit KINOPOLIS Freiberg den Film „Die Mission der Lifeline“. Anschließend wird es eine Diskussionsrunde mit dem Regisseur Markus Weinberg, dem Gründer von „Mission Lifeline“, Axel Steier und dem Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Sachsen, OKR Dietrich Bauer geben.

Sie wurden verklagt, beschossen und blockiert!

Wie eine Gruppe Dresdner, gegen viele Widerstände, ein Schiff ins Mittelmeer brachte, um Menschen vor dem Ertrinken zu retten.

„Sie ist das neueste Symbol dafür, dass in Europas Flüchtlingspolitik nichts mehr so ist, wie es mal war.“ (Tagesschau)

„Der Film ist ein zeitgeschichtliches Dokument, der zeigt wie Europa seine Menschlichkeit aufs Spiel setzt.“ (DOK.fest München)

Zwei Jahre hat Markus Weinberg den Dresdner Seenotrettungsverein mit der Kamera bekleidet. Von den Gründungstagen, der Suche nach einem Schiff, bis auf See vor die libysche Küste, mit dem Ziel Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten.

In ihrer Heimatstadt Dresden musste die Crew der MISSION LIFELINE für diese Idee nicht nur Ermittlungen und Prozesse aushalten. Auch auf See, bei dem Versuch Leben zu retten, entwickelte sich ihr Vorhaben zunehmend zu einem Kampf um die europäische Idee.

Den Trailer zum Film finden Sie: hier 

Ticketpreis: 6,30/erm.5,30 (Schüler/Kinder/Schwerbeschädigte)

 

Superintendentin Hiltrud Anacker Am 1. Juni 2019 begann für Hiltrud Anacker der Dienst als Superintendentin des Kirchenbezirkes Freiberg. Am Sonntag, dem 23. Juni wurde sie nun in einem feierlichen Gottesdienst von Landesbischof Carsten Rentzing im Dom St. Marien in Freiberg in dieses Amt eingeführt. Als Assistenten wirkten Herr Bernd Walter vom Kirchenbezirksvorstand und Pfarrerin Maria-Theresia Kaiser mit.

Die Superintendentin ist die leitende Geistliche des Kirchenbezirkes. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem Besuche in den Kirchgemeinden gemeinsam mit den Fachberatern für Kinder- und Jugendarbeit und Kirchenmusik und die Ordination, Amtseinführung und Verabschiedung von Pfarrerinnen und Pfarrern im Kirchenbezirk. Außerdem vertritt Sie den Kirchenbezirk gegenüber den Landkreisen Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

 

DRESDEN - In der von Landesbischof Dr. Rentzing angeordneten Kanzelabkündigung für die Sonntage "Kantate“ (19.5.) und „Rogate" (26.5.) ruft die Kirchenleitung dazu auf, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Suche Frieden und jage ihm nach! Psalm 34,15

Gehet hin in Frieden

Mit diesem Gruß gehen wir aus dem Gottesdienst. Es ist kein Gruß, der zum Rückzug auffordert. Es ist ein Gruß, der uns auf den Segen vorbereitet. Gesegnet gehen wir aus dem Gottesdienst. Wir gehen getrost auf das zu, was uns erwartet. Wir gehen auf die zu, die uns erwarten. Wir gehen gestärkt durch Gottes Wort, das wir gehört haben. Gestärkt durch Jesus Christus selbst, der uns im Abendmahl begegnet ist, nehmen wir unsere Verantwortung wahr. An diesem Sonntag sind wir dazu aufgefordert, das bei den Wahlen für unsere unmittelbare Heimat und in Europa zu tun.

Wegweisung erhalten

Am Anfang des gesellschaftlichen Aufbruchs 1989 steht der konziliare Prozess – eine ökumenische Bewegung für

  •  Gerechtigkeit
  •  Frieden
  •  Bewahrung der Schöpfung

Die Aufgaben und Ziele sind genannt:

  • Unser Einsatz für Gerechtigkeit; für den Ausgleich dort, wo wir Ungerechtigkeit sehen, Benachteiligung wahrnehmen, wo andere übersehen werden.
  • Unser Einsatz für den Frieden in uns selbst und den Frieden in der Welt.
  • Unser Einsatz für Gottes gute Schöpfung. Damit ist die Zukunft unserer Kinder und Enkel im Blick – die Welt, in der sie leben werden.

Die Jahreslosung dieses Jahres »Suche Frieden und jage ihm nach!« ermuntert uns, darin nicht nachzulassen.

Die Stimme abgeben

Die Stimme abgeben: Das heißt heute alles andere als sprachlos zu sein. Wir nehmen Verantwortung wahr und bringen unsere Stimmen ein, wenn wir wählen. Die Jahreslosung beschreibt eines der wesentlichen Ziele, das wir dabei im christlichen Glauben vor Augen haben. »Suche Frieden und jage ihm nach!«

Das gilt in unserer Nachbarschaft - das gilt für Europa, in dessen Herz Deutschland liegt: Trotz der Schuld des Holocausts und des Zweiten Weltkriegs hat die europäische Staatengemeinschaft unser Land in seine Mitte genommen und am Aufbau eines friedlichen Europas beteiligt. Die Wiedervereinigung ist eine Frucht dieser Gemeinschaft. Heute sind wir auch hier zur Wahl aufgerufen und dazu, den Frieden in Europa weiter zu stärken.

Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ruft ausdrücklich dazu auf, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und die Zukunft unseres Landes in freien Wahlen  mitzubestimmen.

Dr. Carsten Rentzing,

Landesbischof und Vorsitzender der Kirchenleitung

Ev.-Luth. Superintendentur Freiberg   |   Untermarkt 1   |   09599 Freiberg

Telefon03731/203920   |   Fax03731/2039212   |   KontaktDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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