Kirche in Sachsen

Wiese FILEminimizerNach drei intensiven Wochen mit Jugendlichen aus Papua Neuguinea im Sommer 2014, freuen wir uns vom 29.08.-22.09.205 auf die Rückbegegnung in Papua Neuguinea. Wir werden als Gäste in die Kultur unserer Gastgeber eintauchen. Unter dem Begegnungsmotto "Do unto others what you expect them to do to you" lernen wir kennen, was unsere Gastgeber in ihrem Alltag und in ihrem Land beschäftigt.
Es sind noch zwei Plätze für Jugendliche im Alter zwischen 18 und 26 Jahren frei. Interessierte melden sich bitte bei Heike Gruhlke (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

"Was wir zu Weihnachten feiern, ist keine Idylle."

(Walter Kardinal Kasper)

Krippe

 

Das Zitat von Walter Kardinal Kasper geht weiter:
"... Die Krippe, die wir längst in unsere warmen Stuben geholt haben, stand bekanntlich im Stall. Niemand war da, der der schwangeren Frau und dem jungen Mann aus Nazareth in Galiläa menschenwürdige Bleibe zu geben bereit war. Kaum war das Kind zur Welt gekommen, musste die junge Familie fliehen, weil Herodes, der machtbesessene Herrscher, dem Kind Jesus nach dem Leben trachtete. Flüchtlinge waren sie, politisch Verfolgte, Asylsuchende."
Eine wichtige Erinnerung in diesen Tagen, da weltweite Menschen auf der Flucht sind und auch in Sachsen um Aufnahme bitten.

Die Kirchenleitung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens dankt allen, die praktische Hilfe zur Integration leisten und im Zeichen der Versöhnung aufeinander zugehen. Folgende Erklärung wird veröffentlicht:

Wort der Kirchenleitung

Während wir auf das Weihnachtsfest zugehen, sind weltweit über fünfzig Millionen Menschen auf der Flucht. Die Ursachen dafür sind komplex, sie beschäftigen auch Sachsen als Aufnahmeland. Neben dem praktischen Regelungsbedarf ist die mit der Aufnahme verbundene Angst vor Überfremdung ein besonderes Problem. Sowohl der Umgang mit Zuwanderern, als auch die notwendige Auseinandersetzung mit dem Islam fordern das Zeugnis der Kirchen in Wort und Tat.

Wir erinnern daran, dass Christus in einer Notunterkunft zur Welt gekommen ist. Bald nach seiner Geburt teilte er das Schicksal tausender Flüchtlingskinder. Auch heute begegnen wir ihm in den „geringsten Brüdern", den Hungernden, den Kranken, den Gefangenen und den Fremden. (Matth. 25, 35ff)

Wir erinnern daran, dass das Zusammenleben mit Menschen, die sich dem christlichen Glauben nicht anschließen, schon den ersten Gemeinden Anlass zur Selbstbesinnung war. Die Auseinandersetzung mit anderen Religionen und Kulturen hat ihr Zeugnis gestärkt und ihm Ausstrahlung gegeben. Dieser Herausforderung haben wir uns erneut zu stellen.

Wir erinnern daran, dass sich das Christentum den Reichtum vieler Sprachen und Kulturen zu Eigen gemacht hat. So verbindet etwa das Weihnachtsfest Elemente des jüdischen Lichterfestes, des heidnischen Roms und germanischer Sonnenwendfeiern. Zum Christusfest wird es dadurch, dass die unterschiedlichen Traditionen die Freude an dem Gott verstärken, der in Christus Mensch geworden ist.

Wir erinnern daran, dass sich die Angst vor dem Fremden nur in der Begegnung überwinden lässt. Das nachbarschaftliche Gespräch und Interreligiöse Dialoge sind daher der beste Weg, Unterschiede und Gemeinsames zu entdecken und zu verstehen. Wo unser Bekenntnis von anderen nicht gehört, verstanden oder infrage gestellt wird, macht uns das beherzter. Denn „wir können's ja nicht lassen von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben." (Apg. 4,20)

Als Christen wissen wir uns von Gott in eine gemeinsame Welt gestellt, die von ihren Bewohnern unterschiedlich gedeutet wird. Wir bejahen den Pluralismus der Weltanschauungen und Religionen als beste Möglichkeit, die Religionsfreiheit aller zu achten und dem Absolutheitsanspruch nur einer Deutungshoheit zu wehren. Muslime sind nicht nur tolerierte Andersgläubige, sondern Mitbewohner eines gemeinsamen Lebensraumes, in dem gilt: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch." (Matth. 7,12)

Als Kirchenleitung danken wir daher allen, die praktische Hilfe zur Integration leisten und im Zeichen der Versöhnung aufeinander zugehen. Wir bitten Kirchgemeinden, Initiativgruppen und Diakonie, jene Willkommenskultur zu fördern, die zur Befriedung und einem würdevollen Zusammenleben dient. Möge so die Weihnachtsbotschaft der Engel auch in diesem Jahr Herzen und Sinne erreichen: „Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens." (Luk. 2,14)

Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens
im Dezember 2014

Bachs Messe in h-Moll erklingt zum Abschluss des Festjahres 300 Jahre Silbermann-Orgel im Freiberger Dom
Überwältigender Erfolg der Feierlichkeiten in diesem Jahr wird von Meisterwerk bekrönt
Das Festjahr 300 Jahre Silbermann-Orgel im Freiberger Dom geht am 20. Dezember 2014 mit einem hochkarätigen Konzert im Freiberger Dom zu Ende. Um 17 Uhr erklingt dann unter der Leitung von Domkantor Albrecht Koch und dargeboten vom Freiberger Domchor, dem Dresdner Barockorchester sowie einem herausragenden Solistenensemble eines der größten Kunstwerke der Musikgeschichte: Die Messe h-Moll von Johann Sebastian Bach. Schon zu den letzten großen Feiern zum 250jährigen Jubiläum der Orgel stand die so genannte Hohe Messe auf dem Programm. Der Freiberger Domchor nimmt sich erstmals seit dem Bach-Jahr 2000 wieder dieses Werkes an. Das Solisten-Ensemble besteht aus der jungen Sopranistin Magdalene Harer, den beiden Bach-Preisträgern Benno Schachtner (Alt) und Markus Flaig (Bass) sowie dem Tenor Tobias Hunger. Alle sind sie Spezialisten ihres Faches im Bereich der Barockmusik und sind sonst auf den großen europäischen Konzertbühnen und Musikfestivals zu Hause.
Das 300jährige Jubiläum der Großen Silbermann-Orgel brachte der Freiberger Dommusik einen nicht erwarteten Besucherzuspruch. Alleine zur Festwoche Ende September sowie der Sonderausstellung zur Orgel im Freiberger Dom kamen mehr als 13.000 Besucher. So geht nun ein musikalisch erfülltes Jahr zu Ende. Begonnen hatten die Feierlichkeiten im Juni mit einer Woche „Kinder bei Silbermann". Es folgten u.a. der Grand Prix d´ECHO der Vereinigung Europäischer Städte mit Historischen Orgeln (European Cities of Historical Organs, ECHO) sowie die Uraufführungen von drei Auftragskompositionen zeitgenössische Komponisten innerhalb der Freiberger Abendmusiken.
Der Freiberger Dom ist eines der herausragenden sächsischen Kirchenbauwerke. Mit seinen Kunstwerken aus 800 Jahren Geschichte zieht er jährlich tausende Besucher an. Die beiden Silbermann-Orgeln von 1714 und 1719 sind dabei klingende Botschafter des Domes. Weitere Attraktionen der Kirche sind u.a. die Kurfürstliche Grablege der Wettiner sowie der nach Sanierung wiedereröffnete gotische Kreuzgang von 1514. In Sichtweite zum Dom richtete Gottfried Silbermann 1711 seine Freiberger Orgelwerkstatt ein, die er bis zu seinem Tode im ehemaligen Regimentshaus am Schlossplatz führte. Heute hat in den Räumen die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft ihren Sitz und präsentiert mittlerweile auch wieder eine kleine historisierende Werkstatt.
Karten für das Konzert am 20.12.14 gibt es noch an allen bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen und online unter www.reservix.de.

Kein Lutherweg führt durch Lauenstein, denn der berühmte Kirchenmann war wohl nie hier. Auch Katharina von Bora, Luthers Frau, hat vermutlich nie einen Fuß in das Schloss oder die Kirche der kleinen Bergstadt gesetzt. Trotzdem feiern die Lauensteiner regelmäßig das Reformationsfest. Warum? Weil Lauenstein Schätze birgt, die eng mit der Reformation verbunden sind und die es zu entdecken gilt. In diesem Jahr dreht sich alles um „Luther und die Musik": Die Lauensteiner laden zu Musical, Konzert, Gesangbuchausstellung, Festgottesdienst, zu Spectaculum, Musikinstrumentenbastelei, Luthers Tischreden, Kirchturmbesteigung und zu vielen anderen Dingen ein.
Am 31. Oktober werden die Besucher dann doch der Katharina von Bora und ihrem Luther, aber auch der noch viel zu wenig bekannten Elisabeth Cruciger begegnen können. Diese gehört zum Freundeskreis von Martin Luther und gilt als erste Dichterin geistlicher Lieder im Reformationsumfeld.
Die Gäste können sich vor Ort davon überzeugen, dass die Reformation in dieser Stadt eine große Rolle spielte. Schon beim Besuch der Kirche und der Besichtigung des wertvollen Sandsteinaltars und des einzigartigen Epitaphs der Familie von Bünau werden dies die Gäste verstehen. Aber auch im Schloss finden sich Spuren von Luther, wie zum Beispiel die Liedtexte, die Ende des 16. Jahrhunderts über den Fenstern des wunderschönen Musikzimmers geschrieben wurden. Die Grafen von Bünau, die über 300 Jahre Lauenstein ihr Eigen nannten, haben hier in der Region die Reformation eingeführt.
Einen Tag lang sollen die Gäste an die Zeit Luthers erinnert werden, können die Mode von damals bewundern, nach Renaissancemusik tanzen, Papier schöpfen, Predigt und Andacht erleben, Musik lauschen, Lucas Cranach beim Malen über die Schulter schauen. Für die jüngsten Besucher ist die Backstube in der Bäckerei geöffnet. In der „Marktschänke", in „Katharinas Einkehr", im „Lutherkeller" und der „Armenküche" können die Gäste verweilen, sich am Feuer wärmen oder durch das Schloss flanieren.
Das Reformationsfest beginnt 10 Uhr mit einem Festgottesdienst und schließt mit einer kleinen Feuershow gegen 17 Uhr auf dem Marktplatz.

 

"Leben nach Luther - eine Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses" ist eine Wanderausstellung des Deutschen Historischen Museums Berlin in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Internationalen Martin-Luther-Stiftung, die Station in Freiberg macht.

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Ausstellung am Sonnabend, dem 11. Oktober liest die Schriftstellerin Caritas Führer 18 Uhr aus ihrem Buch "Wie im Apfel der Kern".
Bis 30. Nobember 2014 kann "Leben nach Luther" von Montag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr und Sonnabends von 11 bis 13 Uhr besichtigt werden.

Plakat

Große SilbermannorgelMit überwältigendem Erfolg ist die Festwoche zum 300jährigen Bestehen der Freiberger Domorgel von Gottfried Silbermann aus dem Jahr 1714 zu Ende gegangen. Insgesamt besuchten fast 3.500 Gäste die Veranstaltungen in den vergangenen Tagen. Unter anderem war der Dresdner Kreuzchor, die Batzdorfer Hofkapelle sowie Organisten von allen Kontinenten der Welt zu Gast. Im Rahmen des Tages der offenen Silbermann-Orgel besuchten alleine 700 Menschen die Führungen an den Silbermann-Orgeln der Freiberger Stadtkirchen.

Ein künstlerischer wie emotionaler Höhepunkt war die Orgelgala am 4. Oktober, an deren Ende das Publikum die fünf von allen Kontinenten angereisten Organisten sowie den mit viel Charme, Witz und Wissen moderierenden Entertainer Herbert Feuerstein mit stehenden Ovationen feierte. Mehr als 4 Stunden hatten sich die nahezu 1.000 Besucher im Dom St. Marien zu Freiberg in den Bann der jugendlich
frisch wirkenden Protagonistin - der 300jährigen Silbermann-Orgel - sowie der sie bespielenden Künstlern und des 77jährigen Entertainers begeben. Herbert Feuerstein betonte seine Liebe zu Silbermann und meldete bereits Interesse an, auch das Festkonzert zum 300jährigen Bestehen Silbermanns letzter Orgel, der Orgel in der Dresdner Hofkirche, im Jahre 2055 moderieren zu wollen.

Im Rahmen der Gala wurde auch eine Silbermann-Stele der Öffentlichkeit präsentiert, die in den kommenden vier Jahrzehnten jeweils in den sächsischen Kirchgemeinden mit einem 300jährigen Silbermann-Jubiläum stehen wird. Die Stele aus Stahl und farbigen Glas wurde vom Dresdner Kunstschmied Wolfram Ehnert geschaffen.

Das Festjahr zum 300jährigen Jubiläum der Orgel im Freiberger Dom beschließt die Aufführung der Messe in h-Moll von Johann Sebastian Bach am 20. Dezember diesen Jahres. Im Freiberger Dom musizieren dann neben einem international herausragenden Solistenquartett der Freiberger Domchor und das Dresdner Barockorchester.

Ev.-Luth. Superintendentur Freiberg   |   Untermarkt 1   |   09599 Freiberg

Telefon03731/203920   |   Fax03731/2039212   |   KontaktDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!