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Kirche in Sachsen

Am Samstag, dem 12. April 2014 um 17 Uhr wird Gioachino Rossinis geistliches Hauptwerk „Stabat Mater" im Freiberger Dom aufgeführt. Der Text des Stabat Mater geht zurück auf eine mittelalterliche lateinische Dichtung, die mit den Worten Stabat mater dolorosa (lateinisch für: Stand die Mutter voller Schmerzen) zurückgeht. Der erste Teil beinhaltet die Empfindungen der Maria beim Anblick ihres toten Sohnes am Kreuze, der zweite dann Gebete zu Maria um ein Verstehen und gleichsames Empfinden. Das Werk entstand 1832 und die Uraufführung 1842 war für Rossini ein Triumph. Auch wenn die geistliche Musik Rossinis weniger bekannt ist, so zieht doch Stabat Mater seine Zuhörer mit an italienische Opern erinnernder Musik und dem oft leidvollen und trauernden, sehr emotionsbeladen Text in seinen Bann.

Domchor Foto  Rudolph 2014Der Domchor wird das Konzert gemeinsam mit der Mittelsächsischen Philharmonie und einem renommierten Solistenensemble gestalten. Die Sopranistin Jana Büchner ist dem Freiberger Publikum schon hinreichend bekannt. Bettina Denner-Brückner feierte jüngst im Rosenkavalier am Mittelsächsischen Theater Erfolge. Der Bariton Henryk Böhm ist einer der gefragtesten Sänger seines Fachs, der junge Tenor Milos Bulajic ist derzeit in Sofia an der Nationaloper engagiert und stand erst kürzlich in Salzburg in Verdis Il trovatore mit Anna Netrebko und Placido Domingo auf der Bühne.

Gioachino Rossini ist zweifelslos der bedeutendste Opernkomponist Italiens im beginnenden 19. Jahrhundert. Werke wie der Barbier von Sevilla gehören bis heute zum Repertoire vieler Opernhäuser und begeistern noch immer ein großes Publikum.

Der italienische Belcanto-Stil findet sich in den Arien wieder und rückt das Werk so in unserem heutigen Verständnis in die Nähe des Opernhaften. Da aber die italienische Musik sich in dieser Art entwickelte und sich ebenso im oratorischen Bereich ausdrückte, kann von einer Nähe zur Oper eigentlich nicht gesprochen werden. Auch wenn der Text Papst Innozenz III. als Verfasser zugeordnet wird und im katholischen Missale Romanum seinen Platz fand, findet das Stabat Mater gerade auch in unserem Dom seinen berechtigten Platz im Kanon der Passionsmusiken. Denn er ist nicht nur nach der Mutter Jesu Christi benannt, sondern es finden sich im Inneren bis heute zahlreiche Mariendarstellungen, wie beispielsweise die weinende Madonna mit dem toten Jesus auf der Südseite, eine weitere Darstellung in der Sakristei, Maria neben Jesus und Johannes in der Triumphkreuzgruppe und nicht zuletzt die Mariendarstellungen mit dem neugeborenen Jesuskind im Tympanon der Goldenen Pforte und auf dem Schalldeckel der Tulpenkanzel.

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