Kirche in Sachsen

Die spätgotischen Kreuzgänge des Doms St. Marien zu Freiberg, der durch seine Goldene Pforte und die beiden Silbermannorgeln weithin Bekanntheit erlangte, haben eine jahrhundertelange Geschichte und sind von großem kulturhistorischem Wert. Zum 500-jährigen Jubiläum ist der Kreuzgang nun wieder hergestellt.

Diesem Tag war eine jahrelange Vorbereitungsphase vorausgegangen, sodass der Vorsitzende des Bauausschusses, Konrad Heinze, in seinem ersten Satz der Begrüßungsansprache fast einen Seufzer der Erleichterung ausstieß: „Wir haben es geschafft!"

„Der frühneuzeAbschluss der Restaurierung des Kreuzgangitliche Kreuzgang mit seinen jahrhundertealten Grabdenkmälern unterstreicht die Einzigartigkeit des Freiberger Doms und seiner Gesamtanlage für ganz Sachsen und darüber hinaus. Das seit vielen Generationen anhaltende ehrenamtliche Engagement vieler Freiberger und von Freunden der Stadt zeigt die Verbundenheit mit diesem Ort und der Geschichte Sachsens. Wir haben uns als Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Stiftung für Kunst und Kultur der Sparkasse Mittelsachsen davon mitreißen lassen. Gerne haben wir die Restaurierungsarbeiten gefördert und freuen uns, dass die seit dem 19. Jahrhundert verborgenen Kostbarkeiten wieder öffentlich zugänglich sind", so Dr. Ermrich.

Superintendent Noth ergänzt: „Für mich ist es aus verschiedenen Gründen ein großes Glück, diese Etappe der Kreuzgangsanierung mitzuerleben, weil damit das Ganze des Freiberger Domes wieder in seiner besonderen Schönheit wahrnehmbar wird und wir mit dem Abschluss des ersten Bauabschnittes uns selbst und vielen anderen zeigen können, dass die vollständige Sanierung in erreichbarer Nähe liegt. Außerdem ist der Kreuzgang von seinem Ursprung her als ein Ort der Ruhe und des Nachdenkens gedacht. Dieser Aspekt scheint mir nicht zu unterschätzen zu sein in einer Zeit, die von vielen als unruhig und hektisch empfunden wird. Ich hoffe sehr, dass vielen Menschen gerade diese Dimension beim Besuch des Kreuzganges wohltuend erfahrbar wird. Mit allen, die schon lange darauf hoffen, dass der Kreuzgang erneuert und wieder zugänglich gemacht wird, bin ich dankbar über die überwältigende Bereitschaft, das Werk finanziell mitzutragen oder auch ganz praktisch bei Arbeitseinsätzen Hand anzulegen."

Am 6. September - dem Samstag nach der 1. Schulwoche gibt es für den ganzen Kirchenbezirk einen gemeinschaftlichen Höhepunkt und spielerischen Auftakt des neuen Schuljahres. Wir nehmen das Jesuswort "Werdet wie die Kinder!" einmal ganz wörtlich und laden zum 1. Spieltag des Kirchenbezirkes von  14:00 bis 17:30 Uhr ein.

Das ist ein Nachmittag mit genialen Spielen für GROSS und klein, Eltern, Jugendliche und Kinder. Je mehr kommen, um so phantastischer spielt es sich. SpieltagWeltballMit 100 Leuten lässt sich der mannsgroße Weltball so richtig ins Rollen bringen und in den Orbit befördern und andere Spiele für viele machen so richtig Laune. Es wird kraftvoll zugehen und auch wieder ruhiger. Wir spielen mit ganz vielen und in kleinen Runden Lautes und Stilles, manches braucht Geschicklichkeit und Konzentration sowie Teamwork z.B. unser selbst gebautes Riesenjenga.

Bei dieser Gelegenheit kann man Freunde von den Sommerfreizeiten wiedersehen und neue Menschen aus den verschiedenen Gemeinden teffen.

Ort des Geschehens ist Röthenbach - zwischen Pretzschendorf und Hartmannsdorf in der Mitte des Kirchenbezirkes (Hof Lemke, OT Röthenbach, Hartmanndorfer Straße 1, 01774 Klingenberg).

Mitzubringen sind Spielfreude und ein kleiner Kuchenbeitrag für die große Kaffeetafel. 

Am 1. September beginnt nicht nur das neue Schuljahr sondern auch für drei Pfarrer der Dienst in einer neuen Kirchgemeinde unseres Kirchenbezirkes.

Pfarrer Daniel Wüst, bisher in Mulda-Helbigsdorf, wechselt nach Frauenstein und übernimmt gleichzeitig die Pfarramtsleitung des Kirchspiels Frauenstein.

Vikar Großmann zieht in diesen Tagen in das Pfarrhaus Geising ein. Der Ordinationsgottesdienst für Marcus Großmann findet am 21. September um 14 Uhr in der Kirche in Geising statt. Damit endet für die Kirchgemeinden Fürstenwalde-Fürstenau, Geising und Lauenstein-Liebenau die Zeit der Vakanz.

Auch die Kirchgemeinde Lichtenberg mit Schwesterkirchgemeinde Weigmannsdorf-Müdisdorf freut sich auf den Dienstbeginn von Vikar Weber. Herr Samuel Weber wird am 28. September 2014 in einem festlichen Gottesdienst 14 Uhr in der Kirche Lichtenberg ordiniert.

Thomas Köckert begann seinen Dienst als Pfarrer unseres Kirchenbezirkes 1987 in der Kirchgemeinde Oelsa, damals selbständige Gemeinde. Von 1999 bis 2005 war er auch für die Polizeiseelsorge im Bereich Dresden verantwortlich. 2007 bildeten dann die Kirchgemeinden Kreischa, Oelsa, Possendorf, Rabenau und Seifersdorf das Kirchspiel Kreischa-Seifersdorf.

Viele Jahre war Pfarrer Köckert außerdem stellvertretender Superintendent. Besonders in der langen Zeit der Vakanz der Stelle des Superintendenten des Kirchenbezirkes Dippoldiswalde ab 01.08.2006 bis zur Vereinigung der Kirchenbezirke Dippoldiswalde und Freiberg und der Besetzung der Stelle des Superintendenten mit Herrn Christoph Noth am 01.01.2010 war Pfarrer Köckert auch in diesem Bereich gefordert. Sein Dienstsitz hat sich in all der Zeit nicht geändert, aber die Aufgaben und Seelsorgebereiche waren großen Veränderungen unterworfen.

Nun wird Pfarrer Thomas Köckert am 31.08.2014 um 14 Uhr in einem Gottesdienst in Oelsa von Superintendent Noth aus seinem Dienst im Kirchspiel und im Kirchenbezirk in den Ruhestand verabschiedet.

 

 

Als letzte Ferienaktion kurz vor dem Beginn des Schuljahres 2014/15 sind Jugendliche am 25. und 26. August in die Sächsische Schweiz eingeladen zu "klettern und boofen". Wir klettern an den herrlichen Felsen des Bielatales und schlafen (=boofen) unterm Felsendach. Ob du schon öfter klettern warst oder noch nie, ist ganz egal. Das erfahrene Kletterteam begleitet dich gut, wenn wir in sächsischer Tradition einzelne Felsengipfel erklimmen, oben die Aussicht genießen, uns ins Kletterbuch eintragen und schließlich abseilen. Das ermöglicht den Einzelnen ganz persönliche Erfahrungen, den eigenen Weg zu finden, manche Hürde zu überwinden oder Grenzen zu akzeptieren und stärkt noch einmal für die schulischen und beruflichen Herausforderungen.

 

300. Jahrestag der Abnahme der Großen Silbermann-Orgel durch Johann Kuhnau und Gottfried Ernst Bestell

Große Silbermannorgel großAm Donnerstag, den 14. August jährt sich zum 300. Mal die Prüfung und Abnahme der Silbermann-Orgel im Freiberger Dom durch den damaligen Thomaskantor Johann Kuhnau und den Altenburger Hoforganisten Gottfried Ernst Bestell. Die Domgemeinde Freiberg begeht dieses Jubiläum mit einem Orgelkonzert im Rahmen der Freiberger Abendmusiken. Das Konzert wird durch den Hausorganisten, Domorganist Albrecht Koch gespielt.

Der in Neustrelitz/Mecklenburg lebende Komponist und Musiker Torsten Harder hat den Zyklus „Fünf tanzähnliche Sätze zur Messe" für die Große Silbermann-Orgel komponiert, welcher nun erstmals in Anwesenheit des Komponisten erklingen wird.

Das Programm des Jubiläumskonzertes bringt zwei weitere Protagonisten der damaligen Zeit zu Gehör: So wird Koch Musik von Johann Kuhnau, dem großen Förderer des jungen Silbermanns, spielen. Ebenso erklingt ein Werk von Johann Samuel Beyer, zur damaligen Zeit Domkantor in Freiberg. Die französische Seite der Orgel wird mit Musik von Jean Francois Dandrieu gezeigt. Den Abschluß bildet Musik von Kuhnaus Amtsnachfolger in Leipzig, Johann Sebastian Bach.

Der Leipziger Thomaskantor und Universitätsmusikdirektor Johann Kuhnau und der Altenburger Hoforganist Gottfried Ernst Bestell begannen am 14. August 1714 die mit fast zweijähriger Verspätung fertiggestellte Orgel im Dom zu Freiberg zu prüfen und abzunehmen. Sie nahmen sich zwei Tage Zeit dafür. Das am 17. August erstellte Abnahmegutachten, welches sich heute im Stadtarchiv in Freiberg befindet, ist voll des Lobes: Es vermerkt, dass „...nun dieses Examen, welches sonsten gar selten zu geschehen pfleget, mit gutem Vergnügen und zu des Meisters dieses herrlichen Werkes sonderbarem Ruhme gehalten und beschlossen worden". Am darauffolgenden Sonntag, dem 19. August 1714, erklang die Orgel erstmals in einem Gottesdienst.

Die große Orgel im Dom zu Freiberg mit drei Manualen, 44 Registern und 2.674 Pfeifen war Gottfried Silbermanns erste große Orgel und gilt bis heute als sein bedeutendstes Instrument. 1714 fertiggestellt und geweiht ist sie 300 Jahre später eine der am besten erhaltenen Orgeln der Barockzeit. Größere und tiefgreifende Umbauten blieben dem Instrument drei Jahrhunderte lang erspart, so dass sie sich noch immer nahezu in ihrem Originalzustand befindet, so wie Silbermann sie einst konzipiert und gebaut hatte. Die ungewöhnlich hohe Stimmtonhöhe, fast einen Ganzton über dem heutigen Kammerton a´, ist ebenso erhalten geblieben wie die ungleichschwebende mitteltönige Stimmung. Das Orgelbauhandwerk hatte Gottfried Silbermann bei seinem Bruder Andreas im elsässischen Straßburg erlernt. Beim Bau der Freiberger Domorgel führte er die Klangwelt der französischen Barockorgeln mit mitteldeutsche Einflüssen zusammen. Die zwei scheinbar divergierenden Seelen der Freiberger Domorgel fügen sich zu einem einzigartigen Gesamtklang. Nie wieder hat sich Silbermann später dieses stilvermengenden Konzeptes angenommen. So verfügt die Domgemeinde bis heute über eine Orgel, die auch innerhalb des Silbermannschen Gesamtwerkes eine Besonderheit darstellt. Die Qualität der Orgel und die unvergleichliche Akustik des spätgotischen Kirchenraums verbinden sich zu einem Klang, der weltweit seinesgleichen sucht.

1408. PNG ApfelbaumpflanzungMit der Jugendbegegnung zwischen Jugendlichen aus Papua Neuguinea und dem Kirchenbezirk Freiberg geht eine große Reise zu Ende. Für die einen waren es nur wenige Kilometer, für die anderen ein Weg um die "halbe" Welt. Für alle - die Jugendlichen unseres Kirchenbezirks und aus Papua Neuguinea- bedeutete diese Reise aber das Gleiche: ein veränderter Blick auf sich selbst und das eigene Leben und ein geweiteter Blick auf die Welt und auf die Menschen, die in ihrem Leben. Und vorallem eine tiefe Verbundenheit zu den Gästen und Gastgeber_innen.

TheaterfreizeitIn der zweiten Ferienwoche beginnt für elf Kinder eine offene Theaterfreizeit "Der Wald als Kulisse". Dies ist ein neues Projekt unter ehrenamtlicher Leitung von Theaterpädagogin Dorothea Fuß.

Dem schließt sich die Volleyballrüste der Ev. Jugend in Großhartmannsdorf an. Unter dem Motto "Spür die Kraft, die in dir steckt" gehts um das gelingende Zusammenspiel im Volleyball, im Leben und Glauben.

 

Endlich Ferien! Am 18. Juli starten gleich zwei Freizeiten des Kirchenbezirkes: Ritterlager und Familienpaddeln.

Schon lange war das Ritterlager mit 40 Kindern ausgebucht. Die jugendliche Mitarbeitermannschaft, bestehend aus erfahrenen und neuen Teamern trifft sich zur gemeinsamen Vorbereitung und Einstimmung auf die erlebnisreiche Woche zwei Tage vor Lagerbeginn. Dann verwandelt sich das Gelände der Kirchenscheune Seifersdorf in eine ritterliche, erlebnisreiche Welt.

13 paddeln  Schwanden Havel FILEminimizerBeim Familienpaddeln brechen Familien und Jugendliche auf nach Fürstenberg/Havel, um eine Woche ganz in der Natur zu verbringen, mit Kanu und Zelt über Seen und Bäche zu ziehen. Das draußen Sein auf dem Wasser bringt einen neuen entspannten Rhythmus mit sich. Alles hat seine Zeit: sich treiben lassen, kräftig gegen den Wind anpaddeln, gemeinsam kochen, die Stille am See genießen, in Familie sein und die stärkende Gemeinschaft der Gruppe erleben.

Weitere Informationen finden sich hier.

Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Niederschöna-Oberschaar wird aufgrund ihres Umweltengagements im Umwelt- und Ressourcenschutz als erste sächsische Kirchgemeinde mit der Zertifizierung „Grüner Hahn" ausgezeichnet. Die Übergabe erfolgt am 8. Juli um 16:15 Uhr im Pfarrhaus Niederschöna (Schulgasse 4). Der Umweltbeauftragte der sächsischen Landeskirche, Heiko Reinhold (Kohren-Sahlis), überreicht im Namen der Landeskirche die Urkunde und das Signet.

Der "Grüne Hahn" ist ein an die Normen DIN EN ISO 14001 und EMAS angelehntes Umweltmanagementsystem, das speziell für Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen angepasst wurde, um einen konkreten Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz zu leisten. Gleichzeitig können die Betriebskosten gesenkt und Verwaltungsaufgaben vereinfacht werden. Daneben bietet der "Grüne Hahn" Impulse für das Gemeindeleben ebenso wie eine Hilfestellung für künftige Planungen und Investitionsentscheidungen.

Während des meist ein- bis zweijährigen Prozesses stehen den Gemeinden Umweltauditoren beratend zur Seite. In Niederschöna hat diese Aufgabe Friedemann Lemke übernommen, der selbst zur Gemeinde gehört. Bundesweit haben ungefähr 700 Gemeinden und Einrichtungen entsprechende Beschlüsse gefasst.

Auch das Landeskirchenamt in Dresden strebt seit 2013 die Zertifizierung "Grüner Hahn" an und die Landeskirche unterstützt im Verbund mit den Kirchen Mitteldeutschlands die Umweltinitiative für die Kirchgemeinden und fördert die Ausbildung von Kirchlichen Umweltauditoren.

Die Ausbildung der Umweltauditoren wird von der ‚Fachstelle Kirchliches Umweltmanagement' bei der Ev. Akademie Sachsen-Anhalt (Magdeburg) übernommen. In Zusammenarbeit mit der dortigen Evangelischen Erwachsenenbildung durchlaufen die Teilnehmer innerhalb eines Jahres Wochenendseminare oder Zirkeltage, die sie befähigen, Kirchgemeinden bei der Einführung von Umweltmanagementsystemen (EMAS und „Grüner Hahn") zu betreuen und Interne Audits durchzuführen.

Seit vier Jahren unternimmt die Landeskirche konkrete Schritte zur Verbesserung der Umweltbilanz an den Gebäuden der Landeskirche. Zum nächsten Praxistag „Umwelt- und Energiemanagement in sächsischen Kirchgemeinden" lädt sie am 27. September 2014 in die Weinbergkirche Dresden-Trachenberge ein.

Ev.-Luth. Superintendentur Freiberg   |   Untermarkt 1   |   09599 Freiberg

Telefon03731/203920   |   Fax03731/2039212   |   KontaktDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!