Kirche in Sachsen

 

Die Blockade eines Busses mit Flüchtlingen, die in Clausnitz unterkommen sollten, und die damit verbundenen Krawalle haben bei mir, in Clausnitz und darüber hinaus im ganzen Kirchenbezirk Freiberg tiefe Bestürzung ausgelöst. Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, liegt jenseits all dessen, was als Meinungsäußerung und politische Stellungnahme zu rechtfertigen ist. Hinzu kommt die Tatsache, dass auf diese Weise kein Problem gelöst wird, dafür aber eine schwere Rufschädigung einer ganzen Region erzeugt worden ist. Die Kirchgemeinden des Kirchenbezirkes engagieren sich mit hohem Einsatz auch in Clausnitz dafür, dass denen, die zu uns kommen, menschlich begegnet wird. So haben Gemeindeglieder in Clausnitz auf die Flüchtlinge gewartet, um die Ankommenden zu unterstützen und möglicherweise notwendige „Erste Hilfe“ zu leisten.

Dabei verkenne ich keineswegs die schwierigen Probleme, die sich mit der Aufnahme einer großen Zahl von Migranten verbinden, angefangen von der Unterbringung bis hin zu sinnvollen Schritten der Integration. Aber die Grenzen der Menschlichkeit und des guten Anstandes dürfen nicht in dieser Weise, wie es in Clausnitz geschehen ist, überschritten werden. Hinzu kommt die Tatsache, dass diejenigen, die sich für ein menschliches Entgegenkommen einsetzen, verbal bedroht worden sind.

Ich halte es für dringend erforderlich, dass alle sich darüber im Klaren sind, dass nicht zuerst Flüchtlinge, nicht zuerst Gruppen aus anderen Nationen und Kulturen zu uns kommen und auch die Frage nicht an erster Stelle stehen darf, aus welchen akzeptablen oder inakzeptablen Motiven sie gekommen sind, sondern an erster Stelle kann nur stehen, dass es Menschen sind, deren Würde nicht angetastet werden darf. Auch die Frage, wie wir miteinander und übereinander reden und schreiben, muss mit höchster Dringlichkeit bedacht werden. Und die Spielregeln des politischen Streites, der zu unserer Demokratie gehört, müssen neu ins Bewusstsein genommen werden.

Ich bin dankbar, dass ungezählte Helfer, die oft von der Öffentlichkeit gar nicht wahrgenommen werden, mit hohem Einsatz dabei sind, die Hilfe zu leisten, die nötig ist, und das betrifft nicht nur Dinge des täglichen Bedarfs, sondern auch die Bereitschaft zur Begegnung und zum Austausch. Ich hoffe sehr, dass diese Bereitschaft anhält und nicht durch Verachtung oder gar Bedrohung untergraben wird.

Am 1. März 2016 beginnt Benjamin Philipp seinen Dienst als Pfarrer in den Kirchgemeinden Mulda-Helbigsdorf und Zethau. Für Herrn Philipp ist es seine erste Pfarrstelle nach dem Studium der Theologie. Der Ordinationsgottesdienst findet am 13. März 2016 um 14 Uhr in der
Elisabethkirchgemeinde in Zethau statt.

Gemeinsam mit seiner Familie wird Pfarrer Philipp im Pfarrhaus Mulda wohnen. Damit endet die Zeit der Vakanz nach dem Weggang von Daniel Wüst in das Kirchspiel Frauenstein zum 31.08.2014.

Am 17. Januar 2016 feiern wir um 14 Uhr in der Kirche Oberschöna den Ordinationsgottesdienst von Pfarrer Gregor Claus. Die Kirchgemeinde Oberschöna freut sich, dass damit eine längere Vakanz beendet ist. Gleichzeitig hat er die Aufgaben eines Jugendpfarrers des Kirchenbezirkes Freiberg übernommen.

 

Die Eröffnung des Themenjahres "Reformation und die Eine Welt" im Rahmen der Lutherdekade für Sachsen wird am Epiphaniastag, den 6. Januar 2016 in Freiberg stattfinden. Im Gottesdienst um 18 Uhr hält Landesbischof Dr. Carsten Rentzing die Predigt im Dom St. Marien. 

Aufruf zu einem respektvollen und achtsamen Umgang miteinander.

Angesichts der angespannten gesellschaftlichen Lage und der zunehmend aggressiver werdenden Auseinandersetzungen um Fragen der gegenwärtigen Flüchtlingspolitik haben die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und das katholische Bistum Dresden-Meißen heute in Dresden gemeinsam zu einem respektvollen Umgang innerhalb unserer Gesellschaft, insbesondere gegenüber Notleidenden, aufgerufen.

Die Kirchen laden alle dazu ein, mit einer Kerze im Fenster an jedem Sonntagabend ein Zeichen der ganz persönlichen Zustimmung zu einem menschlichen Umgang miteinander zu setzen. Darüber hinaus kann die Aktion mit Plakaten, Postkarten und Aufklebern verbreitet und unterstützt werden. Eine Internet-Plattform wird die Aktion unter www.lichtanfuermenschlichkeit.de begleiten.

Licht an für Menschlichkeit

Rückblickend auf die Ereignisse im Herbst 1989 sehen sich die Kirchen auch heute in der Pflicht, mitten in der Gesellschaft dem damaligen Zuruf „Keine Gewalt!“ durch den Kerzenschein erneut Ausdruck zu verleihen.

Die gemeinsame Initiative „Licht an für Menschlichkeit“ wirbt für die Einhaltung demokratischer Grundregeln und für die damit untrennbar verbundene Achtung eines jeden Menschen. Drohungen und Gewalt gegen Andersdenkende, Journalisten, Politiker, Flüchtlinge, Helferinnen und Helfer zerstören die Grundlagen unserer demokratischen Kultur und stehen im Gegensatz zur christlichen Botschaft der Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing fand in seiner Predigt am 25. Oktober in der Dresdner Frauenkirche deutliche Worte: „Wir werden als Kirche Jesu Christi nicht stumm danebenstehen, wenn geistige Brandstifter durch unser Land ziehen und eine Stimmung des Unfriedens und der Unversöhnlichkeit sich ausbreitet. Wir werden Lichter der Menschlichkeit entzünden, wir werden den Ruf des Friedens und der Versöhnung dagegensetzen und immer wieder ertönen lassen.“

Der Diözesanadministrator des Bistums Dresden-Meißen, Andreas Kutschke, betont: „Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht. In einer globalisierten Welt lassen sich Probleme nicht einfach ‚ausgrenzen’. Als christliche Kirchen haben wir den Auftrag, die Botschaft Jesu der Nächstenliebe und der Geschwisterlichkeit in der Welt von heute zu bezeugen und zu leben. Unsere gemeinsame Initiative kann ein hoffnungsvoller Impuls dazu sein.“

Die gemeinsame kirchliche Aktion soll deutlich machen, dass das Gebot der Menschlichkeit allen gegenüber gilt. Menschlichkeit bedeute dabei zum einen, den Menschen vor Ort zuzuhören und ihre Sorgen ernst zu nehmen. Zum anderen bedeute sie auch die konkrete Unterstützung und Hilfe für alle diejenigen, deren Not wir sehen und erleben.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing: „Der Grundsatz der Menschlichkeit ist in der christlichen Botschaft tief verwurzelt, aber er besitzt auch darüber hinaus Gültigkeit. Nur so können wir ein positives gesellschaftliches Klima schaffen, welches wir gerade in herausfordernden Zeiten so dringend brauchen, um die anstehenden Sachfragen zu lösen.“

https://www.facebook.com/lichtanfuermenschlichkeit.de/

Die Evangelische Jugend im Kirchenbezirk Freiberg zeigt im November an zwei verschiedenen Standorten die Wanderausstellung ASYLUM der AG In- und Ausländer e.V. Chemnitz. Die Ausstellung beinhaltet verschiedene Module zu den Themen Flucht und Asyl. Dazu gehören differenzierte Angebote zur Flüchtlingspolitik in Deutschland, zu Fluchtbewegen weltweit, zu Begriffen rund um das Thema Asyl, aber auch zu Lebens- und Wohnbedingungen von Asylbewerber_innen. Dazu gibt es akustische Angebote bzgl. Interviews, Anhörungen und Behördenbriefen, aber auch
einsehbarer Schriftverkehr (Bescheide und Briefe zum Asylverfahren). In einem weiteren Modul wird analog dargestellt, was viele Flüchtlinge mit auf die Flucht nehmen.

In Freiberg zeigt das Tee-Ei, Kinder- und Jugendtreff der Evangelischen Jugend im Kirchenbezirk Freiberg, die Ausstellung vom 09.-13.11. im Kreuzgang des Doms St. Marien Freiberg. Der Aufbau der Ausstellung findet am 06.11. mit einem Workshop für Multiplikator_innen statt, die befähigt werden durch die Ausstellung zu führen. Ab dem 9.11. können sich von Montag- Freitag (in den Zeiten des Schulunterrichts) Schüler_innengruppen anmelden und eine Führung durch Multiplikator_innen die Ausstellung kostenfrei beanspruchen. Nachmittags können Montag bis Donnerstag Einzelpersonen und Gruppen 14 Uhr, 16 Uhr und 18 Uhr ebenfalls kostenfrei dieses Angebot wahrnehmen. Dabei bitten wir um Anmeldungen, wenn möglich bis zum 05.11.2015 Abschließend findet am 13.11.15 bei uns im Kinder- und Jugendtreff Tee-Ei ein Abend der Begegnung statt. Hier ist geplant Asylbewerber_innen einzuladen, die bei einer Art World Cafe zu ihrem Leben und Erleben gefragt werden können und ein gemeinsamer schöner Abend stattfinden kann.

In Dippoldiswalde zeigt die Evangelische Jugend in Kooperation mit dem Kulturbüro Sachsen e.V. und Pro Jugend e.V. die Ausstellung vom 16.-20.11. im "Glückauf"-Gymnasium. Wir freuen uns als Schirmherr den Landrat Michael Geisler gewonnen zu haben. Das Ausstellungsprojekt wird durch das Bundesförderprogramm Partnerschaften für Demokratie finanziell unterstützt.

Nähere Informationen zum Programm gibt Ihnen gern Heike Gruhlke: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Unter dem Motto „Wo bleibt die Wahrheit? – Bürger und Journalisten im Gespräch“ diskutieren sächsische Medienschaffende am 26. Oktober um 18:00 Uhr zusammen mit Bürgern über die Glaubwürdigkeit der Medien. Zu dem Gesprächsforum lädt der Evangelische Medienverband in Sachsen e.V. (EMV) in Kooperation mit der Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) in das Gemeindehaus der Friedenskirche Leipzig-Gohlis ein.

„Mit dem JournalistenForum möchten wir Brücken bauen und eine Möglichkeit zum Dialog bieten“, so Mira Körlin, Vorstandsmitglied im EMV. Daher wird am 26. Oktober Raum sein, um in kleinen Gruppen miteinander ins Gespräch zu kommen. Vertreter folgender Medien nehmen am JournalistenForum Leipzig teil:
Deutscher Journalistenverband Sachsen, Flurfunk Dresden. Das Medienblog aus Dresden, Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), Radio PSR, Hitradio RTL, Sächsische Zeitung, Leipziger Volkszeitung, Dresdner Neueste Nachrichten online, DER SONNTAG – Wochenzeitung für die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, epd – Evangelischer Pressedienst, Sachsen Fernsehen, Zeitzeichen. Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft, Info-TV Leipzig

Die Teilnahme an der Veranstaltung JournalistenForum Leipzig ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung unter www.journalistenforum-leipzig.de ist bis zum 25. Oktober, 15:00 Uhr erforderlich.

Evangelischer Medienverband in Sachsen e.V.
Blumenstraße 76, 04155 Leipzig
Tel.: 0341-7114153
Fax: 0341-7114150

Internetseite des Medienverbandes Sachsen

Wir, das Tee-Ei-Team, wollen über zwei Themen kurz informieren.

Zum einen wollten wir verschiedene Aktionen am 2.10.15 zum Weltflüchtlingstag an der Chemnitzer Straße organisieren, dies wird aber ins Tee-Ei verlagert, da eine Rückmeldung der Geschäftsführung für die Nutzung der gesamten Fläche aussteht und wir dies auch aufgrund der Kurzfristigkeit als zielgerichteter empfinden.
Wir laden somit alle herzlich von 10-17Uhr an diesem Tag ins Tee-Ei zum gemeinsamen Spiel, Spaß und Geselligkeit ein. Geplant sind neben der Begegnung innerhalb unserer offenen Struktur und den damit situativ eingebrachten freizeitpädagogischen Angeboten auch Kinderschminken und ein gemeinsames offenes Kaffeetrinken.

Das andere Anliegen betrifft unsere Spenden.
Aufgrund der enormen Bereitschaft der Freiberger Büger_innen materielle Dinge für Flüchtlinge zu spenden, mussten wir einen Weg finden, mit dem wir zielgerichteter und effizienter Spenden annehmen können.
Wir haben uns nun in die Seite: goods4refugees eingeklinkt. Auf dieser Seite kann man die Stadt auswählen, in der man sich engagieren möchte und findet ständig aktualisiert materielle oder immaterielle Hilfe, die benötigt wird.
Alles, was aktuell in Freiberg benötigt und uns auch von ehrenamtlichen Helfer_innen oder den Flüchtlingen mitgeteilt wird, arbeiten wir auf dieser Internetseite ein und nehmen die materiellen Spenden, die wir über diese Seite suchen, gern weiterhin in unseren Öffnungszeiten an. Alle Informationen findet man aber auch auf der Seite.

Bei weiteren Fragen stehen wir immer gern zur Verfügung.

Telefon03731/330 30

 

Klement Christine_FILEminimizerVikarin Christine Klement beginnt am 1. September ihren Dienst als Pfarrerin der Kirchgemeinde Dorfchemnitz-Voigtsdorf. Am 20. September um 14.00 Uhr feiert die Gemeinde in der Kirche Dorfchemnitz den Ordinationsgottesdienst von Christine Klement unter Leitung von Superintendent Christoph Noth. Damit endet die Vakanz nach dem Wechsel von Pfarrerin Katharina Hiecke nach Pulsnitz im Februar 2015.

Dorfchemnitz-Voigtsdorf bildet mit den Kirchgemeinden Clausnitz-Cämmerswalde-Rechenberg und Sayda seit 1. Januar 2015 ein Schwesterkirchverhältnis.

 

10 Jahre war Michael Fischer als Pfarrer für die Kirchgemeinden Clausnitz, Cämmerswalde und Rechenberg-Bienenmühle verantwortlich. In dieser Zeit vereinigten sie sich zur Kirchgemeinde Clausnitz-Cämmerswalde-Rechenberg. Außerdem hat er lange Zeit die Evangelische Jugend des Kirchenbezirkes als Jugendpfarrer begleitet. Nun wechselt Pfarrer Fischer in die Kirchgemeinde Drebach.

Am 23. August 2015 wird Michael Fischer in einem Gottesdienst in der Kirche Clausnitz durch Superintedent Noth aus seinem Dienst in der Kirchgemeinde Clausnitz-Cämmerswalde-Rechenberg und unserem Kirchenbezirk verabschiedet.

Ev.-Luth. Superintendentur Freiberg   |   Untermarkt 1   |   09599 Freiberg

Telefon03731/203920   |   Fax03731/2039212   |   KontaktDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!